Zwei mioty-Geräte auf einem Tisch, Mann mit Tablet vor Industriekulisse

Industrial IoT: Warum die Wahl der Funktechnologie entscheidend ist

Schild-IconDas Wichtigste in Kürze

LPWAN im Industrie-Einsatz: Sowohl LoRaWAN als auch mioty sind lizenzfreie Funktechnologien mit hoher Reichweite und exzellenter Gebäudedurchdringung für IoT-Anwendungen.
Robustheit durch Telegram Splitting: mioty teilt Datenpakete in viele kleine Subpakete auf. Das schützt extrem wirksam gegen Störungen im überlasteten 868-MHz-Frequenzband.
Skalierbarkeit in Dichte-Szenarien: Während LoRaWAN bei vielen Tausend Sensoren pro Gateway an Kollisionsgrenzen stößt, bewältigt mioty Millionen von Datenpunkten pro Tag.
Effiziente Submetering-Lösungen: In Kombination mit der LUPUS Smart Metering Cloud lassen sich mioty-Sensoren nahtlos in automatisierte Gebäude- und Zählerinfrastrukturen einbinden.

 

Ausgangslage

Industrial IoT: Warum die Wahl der Funktechnologie entscheidend ist

Die Digitalisierung von Industrieanlagen, Logistikzentren und Immobilienkomplexen stellt moderne Unternehmen vor eine zentrale Herausforderung: Tausende Sensoren müssen verlässlich, kostengünstig und energieeffizient Daten übermitteln. In dicken Stahlbetongebauten, unterirdischen Versorgungstunnels oder auf weitläufigen Werksgeländen versagen klassische Funkstandards wie WLAN oder ZigBee oft aufgrund ihrer begrenzten Reichweite.

Hier kommen Low-Power Wide-Area Networks (LPWAN) ins Spiel. Über Jahre hinweg war LoRaWAN der unangefochtene Platzhirsch im lizenzfreien Sub-GHz-Spektrum (868 MHz in Europa). Mit dem standardisierten ETSI-Verfahren mioty etabliert sich jedoch eine neue LPWAN-Technologie der nächsten Generation, die gezielt für extrem hohe Sensordichten und störungsintensive Industrieumgebungen entwickelt wurde.

100k+
Nachrichten pro Tag und Gateway bewältigt die mioty-Architektur ohne Datenverlust
15+ km
Reichweite (Line-of-Sight) ermöglicht Abdeckung großer Arealnetze
20 Jahre
Batterielebensdauer bei energieeffizientem Einsatz im Feld

 

Technologie-Vergleich

Wie unterscheiden sich LoRaWAN und mioty im Kern?

Auf den ersten Blick ähneln sich beide Systeme: Beide nutzen lizenzfreie Frequenzbänder, senden mit niedriger Energie und sichern hohe Reichweiten. Der Unterschied liegt tief in der mathematischen Übertragungsmethodik verankert:

Funk-Icon

LoRaWAN Modulation

Setzt auf Chirp Spread Spectrum (CSS). Einzelne Pakete werden am Stück gesendet. Bei Überlagerung droht Datenverlust.

Telegram Splitting Icon

mioty Telegram Splitting

Zerstückelt Nachrichten in viele kleine Teilpakete über Zeit und Frequenz. Höchste Störfestigkeit. Mehr dazu in der Übersicht zur mioty-Technologie.

Gebäude-Icon

Gebäudedurchdringung

Beide Systeme durchdringen Betondecken, doch mioty erreicht durch mathematische Fehlerkorrektur selbst tiefe Kellerräume noch zuverlässiger.

App-Icon

Netzwerk-Kapazität

mioty minimiert Paketkollisionen selbst bei extremer Sensordichte im Submetering oder Smart Building Bereich.

 

Detailanalyse

Die Kriterien für Industriekunden im direkten Vergleich

1. Störfestigkeit im lizenzfreien 868-MHz-Band

Im Industrial Internet of Things (IIoT) teilen sich zahlreiche Geräte das lizenzfreie ISM-Frequenzband. Wenn hunderte Sensoren gleichzeitig senden, kommt es bei herkömmlichen Systemen wie LoRaWAN zu sogenannten Überlagerungen (Kollisionen): Nachrichten gehen verloren und müssen erneut gesendet werden, was die Batterielaufzeit belastet. mioty nutzt das vom Fraunhofer-Institut entwickelte Telegram Splitting Multiple Access (TSMA) Verfahren (standardisiert nach ETSI TS 103 357). Eine Nachricht wird in zahlreiche Fragmente aufgeteilt und auf unterschiedlichen Unterfrequenzen und Zeiten versendet. Selbst wenn 50 Prozent der Teilpakete gestört werden, setzt der Empfänger die Originalnachricht fehlerfrei zusammen.

2. Skalierbarkeit & Sensordichte in Gewerbeobjekten

Wer in großen Quartieren oder Industrieparks tausende Heizkostenverteiler, Wasserzähler oder Raumluftsensoren betreibt, stößt mit LoRaWAN bei steigender Knotenanzahl an Kapazitätsgrenzen. mioty hingegen verarbeitet bis zu einer Million Nachrichten pro Tag über ein einziges Gateway, ohne dass Kollisionsraten steigen. Ausführliche Praxisszenarien dazu finden Sie auch in unserem Beitrag LoRaWAN und mioty im direkten Vergleich.

3. Integration in Cloud- und Submetering-Systeme

Für Industrieanwender endet das IoT-Projekt nicht beim Funkstandard, sondern bei der Datenverarbeitung. Moderne Zählinfrastrukturen verlangen nach einer nahtlosen Weiterverarbeitung. Über die LUPUS Smart Metering Cloud werden die erfassten Sensordaten herstellerübergreifend aufbereitet, visualisiert und via API direkt an ERP- oder Abrechnungssysteme übergeben.

KriteriumLoRaWANmioty
Übertragungsstandard Chirp Spread Spectrum (CSS) Telegram Splitting (ETSI TS 103 357)
Störfestigkeit im ISM-Band Mittel (anfällig bei hoher Bandbelegung) Extrem hoch (durch Teilpaketredundanz)
Maximal unterstützte Sensordichte Mittel bis Hoch Sehr hoch (>1 Mio. Messages/Tag je Base Station)
Energieeffizienz & Batterie Sehr gut (bis zu 15 Jahre) Hervorragend (bis zu 20 Jahre durch kurze Sendezeiten)
Ökosystem & Verbreitung Etabliert mit großer Herstellerauswahl Schnell wachsender Zukunftsstandard (Fraunhofer / Mioty Alliance)
Info-IconWann ist welches System die richtige Wahl? LoRaWAN eignet sich hervorragend für bereits bestehende Bestandsnetzwerke mit moderater Sensordichte. Wer hingegen Neuprojekte in der Industrie, große Submetering-Rollouts nach Heizkostenverordnung oder zukunftssichere Smart-City-Architekturen plant, profitiert massiv von der Ausfallsicherheit und Robustheit von mioty.
Philip Wolff

Experten-Tipp

Setzen Sie bei Industrie-Rollouts nicht auf isolierte Einzellösungen. Mit hybriden Gateways und flexiblen Cloud-Plattformen können Sie bestehende Zählerinfrastrukturen weiterbetreiben und neue Arealnetze Schritt für Schritt auf mioty umstellen, ohne Datenströme zu unterbrechen.

Philip Wolff · Geschäftsführer, LUPUS-Electronics

 

Tipp-IconMioty für Ihr Industrieprojekt evaluieren Sie planen eine flächendeckende Zählererfassung oder Smart-Building-Automatisierung? Nutzen Sie unsere technischen Datenblätter und Systemarchitekturen zur Evaluierung. Unsere Experten unterstützen Sie bei der Auswahl passender Gateways und Sensoren.

 

Umsetzung

In vier Schritten zum zukunftssicheren mioty-Industrial-IoT

1

Anforderungen & Störquellen analysieren

Bewerten Sie die baulichen Gegebenheiten, Dämpfungsfaktoren durch Stahlbeton sowie die benötigte Sensordichte vor Ort.

2

Gateway-Infrastruktur platzieren

Setzen Sie auf mioty-fähige Basisstationen, um auch entlegene Messpunkte und Kellerräume lückenlos abzudecken.

3

Sensoren & Zähler einbinden

Koppeln Sie Submetering-Zähler, Umgebungssensoren oder Statusmelder über das mioty-Funknetzwerk an.

4

Anbindung an die Smart Metering Cloud

Verknüpfen Sie Ihre Gateways mit der Cloud-Plattform, um automatisierte Auswertungen, Exporte und Analysen zu fahren.

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