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Submetering & Smart Building: Welches Funkprotokoll setzt sich durch?

Schild IconWichtige Erkenntnisse auf einen Blick

Technologie-Anforderung im Submetering: Wireless M-Bus (wM-Bus), NB-IoT und mioty bedienen unterschiedliche Schwerpunkte bei Reichweite, Laufkosten und Gebäudedurchdringung.
Kostenfalle Mobilfunk: NB-IoT bietet zwar direkte Cloud-Anbindung ohne eigene Gateways, verursacht aber durch SIM-Karten und Mobilfunkverträge dauerhafte wiederkehrende Betriebskosten (OPEX).
Grenzen von wM-Bus: Der klassische wM-Bus-Standard ist bewährt, leidet in großen Liegenschaften jedoch unter sehr geringer Reichweite und benötigt viele Repeater.
Next-Gen Zählererfassung: mioty kombiniert die lizenzfreie Freiheit von wM-Bus mit extremer Reichweite und Robustheit – ideal in Kombination mit der LUPUS Smart Metering Cloud.

 

Markthintergrund

Submetering & Smart Building: Welches Funkprotokoll setzt sich durch?

Die Digitalisierung von Messstellen, Heizkostenverteilern und Wasserzählern in der Immobilienwirtschaft steht vor grundlegenden Herausforderungen. Durch gesetzliche Vorgaben wie die EED (Energieeffizienz-Richtlinie) müssen Verbrauchsdaten in immer kürzeren Intervallen ausgelesen werden. Messdienstleister, Stadtwerke und Property Manager benötigen daher Funkstandards, die tief im Keller installierte Zähler zuverlässig erreichen, ohne dabei Budgets durch hohe laufende Kosten zu sprengen.

In der Praxis treffen hierbei drei dominante Ansätze aufeinander: der etablierte Nahbereichsstandard Wireless M-Bus (wM-Bus), der lizensierte Mobilfunkstandard Narrowband-IoT (NB-IoT) und die moderne lizenzfreie LPWAN-Technologie mioty. Die Wahl der richtigen Übertragungstechnologie entscheidet maßgeblich über die Gesamtkosten (TCO) und die Skalierbarkeit Ihres Projekts.

0 €
Mobilfunkgebühren bei lizenzfreien Funkstandards wie mioty und wM-Bus
10x
Höhere Reichweite von mioty gegenüber klassischem Wireless M-Bus in Gebäuden
20 Jahre
Batterielaufzeit ohne Austausch im Feld möglich

 

Technologievergleich

mioty, NB-IoT und Wireless M-Bus im direkten Vergleich

Um die beste Technologie für Ihre Infrastruktur zu wählen, lohnt ein Blick auf die technischen Funktionsweisen der drei Protokolle:

Funk Icon

Wireless M-Bus (wM-Bus)

Klassischer Nahbereichsfunk (868 MHz / 433 MHz). Zuverlässig auf kurzen Distanzen, erfordert bei größeren Objekten jedoch viele Treppenhaus-Gateway-Kaskaden. Erfahren Sie mehr über kabelgebundenen M-Bus vs. Funk-Optionen.

Mobilfunk Icon

NB-IoT (Cellular LPWAN)

Nutzt bestehende LTE-Netze der Mobilfunkanbieter. Bietet hohe Abdeckung ohne eigene Gateways, verursacht jedoch monatliche SIM-Gebühren und hat höheren Energiebedarf bei schlechtem Empfang.

Mioty Icon

mioty (ETSI Standard)

Verteilt Datenpakete per Telegramm-Splitting. Überwindet dicke Betonwände und verbindet Tausende Messpunkte mit nur einem zentralen Gateway. Lesen Sie Details zur mioty-Technologie.

OMS Icon

OMS-Kompatibilität

Moderne Systeme integrieren den Open Metering System Standard. Informieren Sie sich über OMS im Smart Building für herstellerunabhängiges Submetering.

 

Infrastruktur & Gesamtkosten

Entscheidungskriterien für B2B-Projekte

1. Betriebskosten (OPEX) vs. Anschaffungskosten (CAPEX)

Der größte Vorteil von NB-IoT liegt auf den ersten Blick im Verzicht auf eine eigene Gateway-Infrastruktur, da die Zähler direkt mit dem Mobilfunkmast kommunizieren. In der Praxis führt dies bei Großprojekten mit Tausenden Messstellen jedoch zu erheblichen laufenden Kosten (OPEX) durch monatliche SIM-Karten-Gebühren und Lizenzabgaben. mioty und wM-Bus arbeiten im lizenzfreien 868-MHz-Band. Einmal installiert, verursachen die Datenübertragungen keinerlei laufende Übertragungsgebühren.

2. Gebäudedurchdringung und Störsicherheit

Wasserzähler und Wärmemengenzähler befinden sich häufig in tiefen Kellerräumen oder massiven Schächten. Wireless M-Bus stößt hier schnell an seine Grenzen, da die Signale durch Wände stark gedämpft werden. NB-IoT nutzt zwar Signalverstärkungsverfahren (Coverage Enhancement), dies geht jedoch drastisch zu Lasten der Batterielebensdauer. mioty löst dieses Problem elegant: Durch das mathematische Telegramm-Splitting (TSMA) erreicht mioty eine herausragende In-House-Durchdringung bei gleichzeitig minimalem Energieverbrauch.

3. Netzwerkkapazität und Kollisionsfreiheit

In dicht besiedelten Wohnkomplexen senden oft Hunderte Zähler gleichzeitig. Bei wM-Bus führt dies im unregulierten Funkraum häufig zu Datenverlusten durch Überlagerung. mioty hingegen kann über eine einzige Basisstation Hunderte Zähler parallel auslesen, ohne dass es zu Paketkollisionen kommt. Wenn Sie mioty auch mit anderen LPWAN-Ansätzen vergleichen möchten, finden Sie hier unseren Beitrag LoRaWAN vs. mioty.

KriteriumWireless M-Bus (wM-Bus)NB-IoTmioty
Frequenzbereich 868 MHz / 433 MHz (Lizenzfrei) Lizenziertes Mobilfunkband 868 MHz Band (Lizenzfrei)
Laufende Gebühren (OPEX) Keine (Eigenes Netz) Hoch (SIM-Kartenvertrag pro Zähler) Keine (Eigenes Netz)
Reichweite / Penetration Gering (Geringe Durchdringung) Sehr Gut (Abhängig von Netzabdeckung) Exzellent (Hohe Kellerdurchdringung)
Batterielebensdauer Gut (10–12 Jahre) Mäßig bis Gut (Stark empfangsabhängig) Überragend (Bis zu 20 Jahre)
Gateway-Bedarf Hoch (Viele Repeater im Gebäude) Keine eigenen Gateways erforderlich Minimal (Ein Gateway für ganze Quartiere)
Info IconDas LUPUS-Fazit Für vereinzelte, weit verstreute Messpunkte ohne eigene Infrastruktur kann NB-IoT eine Lösung sein. Sobald Sie jedoch ganze Wohnquartiere, Gewerbeparks oder komplexe Gebäude auslesen, schlägt mioty sowohl NB-IoT (bzgl. Betriebskosten) als auch wM-Bus (bzgl. Reichweite und Zuverlässigkeit) um Längen.
Philip Wolff

Experten-Tipp

Achten Sie bei der Ausrüstung Ihrer Liegenschaften auf eine durchgängige Software-Architektur. Mit unserer herstellerunabhängigen Cloud-Plattform verarbeiten Sie Zählerdaten flexibel – unabhängig davon, ob Sensoren per mioty oder wM-Bus angebunden sind.

Philip Wolff · Geschäftsführer, LUPUS-Electronics

 

Tipp IconEntdecken Sie professionelle IoT-Hardware von LUPUS Suchen Sie nach passenden Gateways, Sensoren und Smart-Metering-Lösungen für Ihr nächstes Projekt? Entdecken Sie unser breites Portfolio im LUPUS IoT Shop.

 

Praxis-Leitfaden

In 4 Schritten zur zukunftssicheren Zählerauslesung

1

Bestandsaufnahme & Netzkosten-Analyse

Prüfen Sie die Anzahl der Messpunkte und berechnen Sie die TCO zwischen wiederkehrenden SIM-Kosten (NB-IoT) und einmaliger Gateway-Infrastruktur (mioty).

2

Gateway-Positionierung planen

Dank der hohen mioty-Reichweite genügt oft ein einziges Gateway auf dem Dach oder im Obergeschoss, um ganze Gebäudekomplexe abzudecken.

3

OMS-konforme Zähler einbinden

Setzen Sie auf OMS-Standardisierung, um Zähler verschiedener Hersteller flexibel und zukunftssicher im gleichen Funknetz zu betreiben.

4

Automatisierte Auslesung via Smart Metering Cloud

Verbinden Sie Ihre Netzwerke mit der LUPUS Smart Metering Cloud, um Verbrauchsdaten automatisiert auszulesen und per Schnittstelle an Abrechnungssysteme zu übergeben.

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