Eine Seitenstraße in Berlin-Zehlendorf: Ob es gerade sechs Uhr abends oder vier Uhr morgens ist, könnte man, ohne auf die Uhr zu schauen kaum sagen. Eine gespenstische Stille liegt über dem Viertel, fast nirgendwo brennt Licht. Die Straßen sind ungewohnt leer, einen Parkplatz zu finden wäre wohl so einfach wie sonst nie. Wenn man andere Menschen sieht, dann oft nur als Schatten, der in der Ferne durch die Dunkelheit huscht.
Ganze fünf Tage hielt der längste Stromausfall der deutschen Nachkriegsgeschichte Berlin in Atem. Nach einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke mussten zwischenzeitlich bis zu 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe im Südwesten der Hauptstadt komplett ohne Elektrizität auskommen. Laut dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) waren insgesamt etwa 100.000 Menschen von dem Blackout betroffen. Angesichts der dramatischen Situation, die durch eine Kältewelle nochmal verschärft wurde, mussten viele Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Sie kamen bei Familienangehörigen und Freunden, in Notunterkünften oder kurzfristig angemieteten Hotelzimmern unter.
Andere entschieden sich zu bleiben. Sie wollten ihre Besitztümer nicht allein lassen und versuchten mit teils hastig besorgten Notstromgeneratoren oder anderswo aufgefüllten Wärmflaschen die Zeit ohne Strom, Heizung und warmes Wasser zu überbrücken. Angenehm ist das nicht. Mit “Ich habe einfach Angst hier.” zitiert der rbb eine Anwohnerin, die aus Sorge vor Einbrechern in ihrer Wohnung ausharrte. Immer wieder hört man von Betroffenen, dass Sie auf eine derartige Extremsituation gar nicht oder nur unzureichend vorbereitet waren.
Die Sorge um das eigene Hab und Gut ist durchaus berechtigt, denn obwohl die Polizei mit mehreren hundert Einsatzkräften in dem betroffenen Gebiet unterwegs war und sogar Reiterstaffeln und Hubschrauber zum Einsatz kamen, lässt ein derart großes Gebiet sich kaum vollständig absichern. Allein in den ersten drei Tagen des Stromausfalls stellte die Polizei 19 Einbruchsdelikte fest. Häuser, Wohnungen, Geschäfte und Geldautomaten – im Schutz der Dunkelheit sahen Kriminelle ihre Chance und waren in vielen Fällen auch erfolgreich.
Doch wie die eigene Wohnung oder das eigene Geschäft schützen, wenn der Strom und über weite Strecken auch das mobile Internet ausfällt? Hersteller von Sicherheitstechnik, wie Lupus Electronics, haben Systeme im Angebot, die auch unter derart widrigen Bedingungen die Sicherheit gewährleisten. Die Lupus XT2 Anlage für Privathaushalte oder die LUPUS XT4 für gewerbliche Zwecke oder großflächige Gelände verfügen beispielsweise über einen Notstromakku. Sie kommunizieren über Funk mit den Sensoren, wie Bewegungs- oder Rauchmeldern, die wiederum über Batterien mit mehrjähriger Laufzeit betrieben werden.
Deswegen kann die Lupus XT2 im Falle eines länger andauernden Stromausfalls nahezu komplett autark betrieben werden und ist nicht auf ein WLAN-Netzwerk oder eine Internetverbindung über Mobilfunk angewiesen. Zu den zahlreichen Möglichkeiten, mit denen die Zentrale den Alarm weitergeben kann, zählen auch SMS und PUSH Nachrichten, da die Anlage mit einer SIM-Karte ausgestattet ist. Durch schnelles Handeln der Netzbetreiber waren diese Mobilfunkstandards im betroffenen Gebiet wieder sehr schnell verfügbar. So kriegen Nutzende alles mit, was in und um ihren Wohnsitz passiert, auch wenn großflächig das Internet ausfällt.
Fest steht: Autarke Sicherheitssysteme gewinnen zunehmend an Bedeutung. Nicht nur Eigenheimbesitzer, sondern auch kleine Gewerbebetriebe stehen vor der Frage, wie sie ihre Räumlichkeiten schützen, wenn grundlegende Infrastruktur zeitweise nicht zur Verfügung steht. „Der Blackout hat vielen Menschen vor Augen geführt, wie verletzlich selbst eine Metropole wie Berlin ist“, heißt es vom Hersteller selbst. Entscheidend sei deshalb, Sicherheitslösungen zu denken, die auch dann funktionieren, wenn das vermeintlich Selbstverständliche plötzlich wegfällt. Denn gerade in Ausnahmesituationen ist Schutz unbezahlbar.
Matthias Wolff, Geschäftsleiter von LUPUS-Electronics, steht für Hintergrundinterviews oder technische Einordnungen zum Thema digitaler Einbruchschutz und vernetzte Meldesysteme zur Verfügung. Anfragen bitte an carina.hartmann@kruger-media.de.