Das Wichtigste in Kürze
Risikolage
Was ein Stromausfall mit Ihrer Sicherheitstechnik macht
Die meisten vernetzten Sicherheitsgeräte hängen an zwei Lebensadern: der Steckdose und dem WLAN. Fällt der Strom aus, sterben beide gleichzeitig. Der Router geht aus, das WLAN verschwindet, und jeder Melder, jede Kamera und jede Bridge, die darüber kommuniziert, ist offline. Besonders tückisch: Genau in dieser Situation steigt das Brandrisiko, etwa durch technische Defekte, Überspannung beim Wiedereinschalten oder Kerzen als Notbeleuchtung.
Dazu kommt: Ein Stromausfall ist nicht immer Zufall. Ein technischer Defekt kann ihm vorausgehen und der Beginn eines Kabelbrands sein. Wer die Frühwarnung ausgerechnet an das Stromnetz koppelt, verliert sie im entscheidenden Moment.
„Es hat sich außerdem bewährt, keine Rauchmelder über WLAN zu nutzen, da der Strom vorher schon ausgefallen war."
Martin Amann · Wehrleiter der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land
Die ganze Geschichte des Brandes und seiner Folgen erzählt der Beitrag Schützen Sie Ihre Einsatzbereitschaft mit dem LUPUS Mobilfunkrauchmelder.
Technikvergleich
NB-IoT gegen WLAN: zwei Architekturen im Blackout-Test
Der Unterschied liegt nicht im Melder selbst, sondern im Weg, den sein Alarm nimmt. Ein WLAN-Melder sendet über Ihr Heimnetz, ein NB-IoT-Melder direkt über das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom, mit eigener, fest verbauter eSIM:
| Szenario Stromausfall | WLAN-Rauchmelder | LUPUS Mobilfunkrauchmelder (NB-IoT) |
|---|---|---|
| Lokaler Alarmton | Funktioniert (Batterie im Gerät) | Funktioniert (Batterie im Gerät) |
| Meldung aufs Smartphone | Fällt aus, sobald der Router stromlos ist | Läuft weiter: Alarmweg über Mobilfunk, unabhängig vom Hausnetz |
| Weiterleitung an Leitstelle oder Einsatz-App | Nicht möglich ohne lokales Internet | NSL, API, Alamos, Divera 24/7, GroupAlarm, per 3-fach redundanter Mobilfunkverbindung |
| Energieversorgung | Batterie plus stromabhängige Infrastruktur | Nur Batterie: bis zu 10 Jahre Laufzeit, kein Gateway, keine Steckdose |
| Funktionsüberwachung | Je nach System | Selbsttest alle 24 h, Fernwartung und Doku nach DIN 14676-1 C |
Wie die tägliche Selbstüberwachung und der Batteriestatus in der Cloud zusammenspielen, vertieft der Ratgeber Brandmelder mit smarten Batterien.
Systembausteine
Die autarke Frühwarnkette für den Ernstfall
Eine belastbare Frühwarnung bei Stromausfall besteht aus drei Bausteinen: erkennen, lokal warnen, aus der Ferne alarmieren. Alle drei arbeiten bei LUPUS über NB-IoT und damit unabhängig von Strom und Internet am Standort:

Erkennen
LUPUS Mobilfunkrauchmelder
stromnetzunabhängig Details →

Lokal warnen
LUPUS Mobilfunk Sirene
Sirenenalarm Details →

Manuell auslösen
LUPUS Mobilfunk Alarm Button
per Knopfdruck Details →
Der Alarm Button zeigt dabei, wie Notstrom richtig geht: Er wird zwar über ein 12-Volt-Netzteil versorgt, überbrückt einen Stromausfall aber mit seinem internen Akku bis zu 40 Stunden. Ergänzend warnt der Mobilfunk Temperatur- und Feuchtigkeitssensor, wenn nach einem Ausfall etwa die Kühlraumtemperatur steigt oder Frost droht, gemessen alle vier Stunden, gemeldet über dieselbe autarke Funkstrecke. Alle Komponenten im Überblick zeigt die Seite LUPUS Brandschutz.
Alarmanlage
Und was macht die Alarmanlage bei Stromausfall?
Auch der Einbruchschutz muss einen Blackout überstehen, schließlich sind dunkle Straßenzüge für Einbrecher eher Einladung als Hindernis. Die LUPUS XT-Zentralen sind dafür doppelt abgesichert: Ein Notstrom-Akku hält die Zentrale bei Stromausfall am Laufen, Sabotageschutz an Zentrale und Einbruchmeldern bleibt aktiv. Und weil mit dem Router auch der Internet-Alarmweg ausfallen kann, verfügen die größeren Zentralen über einen zweiten, unabhängigen Kanal: die XT2 Plus über ein 4G/GPRS-Redundanzmodul, die XT4 über ein LTE-Redundanzmodul.
Damit gilt für Brand- wie Einbruchmeldung dasselbe Prinzip: Der Alarm nimmt den Weg über das Mobilfunknetz, wenn die lokale Infrastruktur versagt. Jede Verbindung von und zur Zentrale ist dabei mit 256 bit TLS 1.2 verschlüsselt.
FAQ
Häufige Fragen (FAQ)
Funktioniert eine Alarmanlage bei Stromausfall weiter?
Eine LUPUS XT-Zentrale ja: Der eingebaute Notstrom-Akku überbrückt den Ausfall, Sensoren und Sabotageschutz bleiben aktiv. Damit auch die Alarmierung nach außen funktioniert, wenn der Router stromlos ist, nutzen XT2 Plus (4G/GPRS) und XT4 (LTE) einen redundanten Mobilfunk-Alarmweg.
Lösen Rauchmelder bei Stromausfall trotzdem Alarm aus?
Der lokale Alarmton ja, denn Rauchwarnmelder sind batteriebetrieben. Der Unterschied liegt in der Weiterleitung: WLAN-Melder können ohne Router niemanden mehr benachrichtigen. Der LUPUS Mobilfunkrauchmelder sendet dagegen über das NB-IoT-Mobilfunknetz und erreicht App, E-Mail, Notrufleitstelle oder Systeme wie Alamos und Divera 24/7 auch im Blackout.
Gibt es einen Stromausfallmelder ohne WLAN?
Die autarken LUPUS Mobilfunk-Sensoren erfüllen genau diesen Zweck auf indirektem Weg: Sie melden Brand, Hitze oder kritische Temperaturveränderungen unabhängig vom Stromnetz. Der Mobilfunk Temperatur- und Feuchtigkeitssensor warnt beispielsweise, wenn nach einem Ausfall die Kühlung versagt oder Frost droht, ganz ohne WLAN.
Wie lange hält die Batterie eines Mobilfunkrauchmelders?
Bis zu 10 Jahre, das entspricht dem Produktlebenszyklus des Melders. Auch die Mobilfunkgebühren sind für 10 Jahre im Kaufpreis enthalten. Den Batteriestatus übermittelt der Melder regelmäßig an die LUPUS Cloud, zusammen mit dem Ergebnis des täglichen Selbsttests nach DIN 14676-1, Verfahren C.
Was passiert, wenn auch das Mobilfunknetz ausfällt?
Die Mobilfunkverbindung der LUPUS Brandwarnanlage zu Cloud-Servern und Notrufleitstellen ist 3-fach redundant ausgelegt, die Melder arbeiten zudem vollständig autark und warnen lokal weiter. NB-IoT ist außerdem unabhängig vom Heimnetz und deutlich robuster gegenüber lokalen Störungen als eine einzelne WLAN-Verbindung.
Fazit
Fazit
Sicherheitstechnik muss dann funktionieren, wenn alles andere ausfällt. Wer Brandfrühwarnung an WLAN und Steckdose koppelt, verliert sie im Blackout, also genau in der Situation mit erhöhtem Risiko. Autarke NB-IoT-Melder wie der LUPUS Mobilfunkrauchmelder lösen das Problem an der Wurzel: eigene Batterie für bis zu 10 Jahre, eigener Funkweg über das Mobilfunknetz, 3-fach redundante Anbindung an Cloud und Leitstellen. Der Fall Bechhofen hat gezeigt, dass dieses Prinzip im Ernstfall Fahrzeuge, Gebäude und Einsatzfähigkeit rettet. Kombiniert mit einer XT-Zentrale mit Notstrom-Akku und Mobilfunk-Redundanz bleibt das ganze Objekt geschützt, bei Feuer wie bei Einbruch.