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Logos der Funkstandards LoRaWAN und mioty nebeneinander auf weißem Grund

LoRaWan und MIOTY

Schild-IconDas Wichtigste in Kürze

LoRaWAN und MIOTY sind zwei Funktechnologien für das Internet der Dinge mit jeweils eigenen Stärken. Welche passt, hängt vom Anwendungsfall ab.
LoRaWAN arbeitet als Sternnetzwerk mit drei Endgeräteklassen, gilt als energiesparend, erreicht oft mehrere Kilometer Reichweite und ist weit verbreitet.
MIOTY teilt Datenpakete per Telegram Splitting auf und sendet sie zeitversetzt. Das macht die Übertragung robust gegenüber Störungen.
Skalierbarkeit: LoRaWAN stößt bei sehr vielen Geräten an Grenzen, MIOTY gilt bei hoher Geräte- und Nachrichtenanzahl als sehr skalierbar.
Typische Einsatzgebiete: LoRaWAN in Smart City, Umweltüberwachung und Landwirtschaft, MIOTY im industriellen IoT unter rauen Bedingungen.
 

LoRaWAN und MIOTY sind zwei Funktechnologien, die insbesondere für den Einsatz im Bereich des Internet der Dinge (IoT) entwickelt wurden. Beide Technologien haben ihre spezifischen Stärken und Anwendungsbereiche. Hier ist ein unvoreingenommener Vergleich ihrer Schlüsselaspekte:

1. Technologiegrundlagen

  • LoRaWAN: Steht für "Long Range Wide Area Network" und basiert auf der LoRa-Modulationstechnik, die eine hohe Reichweite bei niedrigem Energieverbrauch ermöglicht. Sie verwendet ein Sternnetzwerk, bei dem alle Endgeräte direkt mit einem zentralen Gateway kommunizieren.
  • MIOTY: Nutzt eine Technik namens Telegram Splitting, bei der Datenpakete in mehrere kleine Pakete aufgeteilt und zu unterschiedlichen Zeiten gesendet werden, um Interferenzen und Datenverluste zu minimieren.
 

Netzwerk

2. Netzwerkstruktur

  • LoRaWAN: Unterstützt drei verschiedene Klassen von Endgeräten (Klasse A, B und C), die unterschiedliche Kompromisse zwischen Batterielaufzeit und Kommunikationslatenz bieten.
  • MIOTY: Bietet eine robustere Lösung gegenüber Störungen und kann effizient mit einer großen Anzahl von Nachrichten und Geräten in einem Netzwerk umgehen.
 

Energie

3. Energieverbrauch und Batterielebensdauer

  • LoRaWAN: Ist bekannt für seinen niedrigen Energieverbrauch, was zu einer langen Batterielebensdauer der IoT-Geräte führt. Die Batterielebensdauer kann mehrere Jahre betragen, abhängig von der Häufigkeit der Datenübertragungen.
  • MIOTY: Trotz des erhöhten Aufwands durch das Telegram Splitting bietet MIOTY ebenfalls eine gute Energieeffizienz, die für batteriebetriebene Anwendungen geeignet ist.
 

Reichweite

4. Reichweite und Abdeckung

  • LoRaWAN: Bietet eine ausgezeichnete Reichweite (oft mehrere Kilometer), die es ideal für ländliche und sub-urbane Anwendungen macht.
  • MIOTY: Kann ebenfalls eine hohe Reichweite erreichen, besonders in Umgebungen mit hohem Rauschpegel oder Störungen, wo das Telegram Splitting hilfreich ist.
Funk-IconReichweite ist nicht gleich ReichweiteLoRaWAN spielt seine Reichweite vor allem in ländlichen und sub-urbanen Gebieten aus. MIOTY kommt besonders dort auf hohe Reichweiten, wo Rauschpegel und Störungen hoch sind und das Telegram Splitting hilft.
 

Skalierung

5. Skalierbarkeit

  • LoRaWAN: Hat Einschränkungen hinsichtlich der Anzahl der Geräte, die effektiv in einem Netzwerk kommunizieren können, bevor Kollisionen und Verzögerungen problematisch werden.
  • MIOTY: Wird als sehr skalierbar beworben, vor allem aufgrund seiner Fähigkeit, mit einer hohen Anzahl von Nachrichten und Geräten umzugehen, ohne signifikante Leistungsabfälle.
 

Sicherheit

6. Sicherheit

  • LoRaWAN: Verfügt über eingebaute Sicherheitsfunktionen, einschließlich Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Allerdings wurden Schwächen in Bezug auf das Join-Verfahren und Netzwerkschlüssel identifiziert.
  • MIOTY: Bietet ebenfalls Sicherheitsmaßnahmen, aber spezifische Details hängen oft von der Implementierung ab.
Schloss-IconSicherheit im Detail prüfenBei LoRaWAN sind Schwächen beim Join-Verfahren und bei den Netzwerkschlüsseln bekannt, obwohl die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingebaut ist. Bei MIOTY hängen die konkreten Sicherheitsmaßnahmen von der jeweiligen Implementierung ab.
 

Einsatz

7. Anwendungsfälle

  • LoRaWAN: Wird oft in Smart-City-Anwendungen, Umweltüberwachung und Landwirtschaft eingesetzt.
  • MIOTY: Eignet sich besonders für industrielle IoT-Anwendungen, wo Zuverlässigkeit unter rauen Bedingungen erforderlich ist, z. B. in der Produktion oder bei Versorgungsunternehmen.
Tipp-IconLUPUS Experten-Tipp: Erst die Umgebung bewerten, dann die TechnologieVor der Entscheidung lohnt der Blick auf die Umgebungsbedingungen: Wo Rauschpegel und Störungen hoch sind, spielt das Telegram Splitting von MIOTY seine Stärke aus. Geht es um weiträumige Abdeckung mit überschaubarer Gerätezahl, ist das weit verbreitete und bewährte LoRaWAN meist die einfachere Wahl.
 

Fazit

Zusammenfassung

Beide Technologien bieten signifikante Vorteile für IoT-Anwendungen, wobei die Wahl zwischen LoRaWAN und MIOTY oft von spezifischen Anforderungen an die Netzwerkleistung, die Geräteanzahl und die Umgebungsbedingungen abhängt. LoRaWAN ist weit verbreitet und bewährt, während MIOTY innovative Lösungen für anspruchsvolle Umgebungen bietet.

MIOTY wird von der LUPUS-Cloud unterstützt.

Matthias Wolff, Geschäftsleitung LUPUS-Electronics

Über den Autor

Matthias Wolff

Geschäftsleitung, LUPUS-Electronics GmbH

Matthias Wolff ist Mitgründer und Geschäftsleiter der LUPUS-Electronics GmbH in Landau in der Pfalz. Das 2004 gegründete Familienunternehmen entwickelt Alarm-, Video- und Brandschutztechnik. Auf Fachmessen wie der FeuerTrutz vertritt er LUPUS zum Thema vernetzter Brandschutz.

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