Das Wichtigste in Kürze
Bremen gehört zu den Vorreitern bei der Rauchmelderpflicht in Deutschland. Bereits seit 2010 müssen Neubauten mit Rauchmeldern ausgestattet werden, seit 2016 gilt die Pflicht für alle Wohngebäude im kleinsten Bundesland. In diesem Artikel erfahren Sie, welche gesetzlichen Vorgaben in Bremen gelten, in welchen Räumen Rauchmelder installiert werden müssen und wer für Einbau und Wartung zuständig ist.
Rechtsgrundlage
Die Rauchmelderpflicht in Bremen ist in § 48 Abs. 4 der Bremischen Landesbauordnung (BremLBO) geregelt. Die Vorschrift trat am 1. Mai 2010 in Kraft und galt zunächst nur für Neubauten und wesentliche Umbauten. Für bestehende Wohnungen wurde eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2015 gewährt. Seit dem 1. Januar 2016 müssen somit sämtliche Wohnungen in Bremen und Bremerhaven mit Rauchmeldern ausgestattet sein.
Schutzbereiche
Die Bremische Landesbauordnung schreibt Rauchmelder in folgenden Räumen vor:
Nicht vorgeschrieben sind Rauchmelder in Küchen, Badezimmern und reinen Abstellräumen. Für Küchen empfiehlt sich stattdessen ein Hitzemelder, der nur auf Temperaturanstiege reagiert und nicht durch Kochdämpfe ausgelöst wird.
Zuständigkeit
Die Installationspflicht liegt beim Eigentümer der Wohnung. Das betrifft:
Die verwendeten Rauchmelder müssen der DIN EN 14604 entsprechen und mit dem CE-Kennzeichen versehen sein.
Wartungspflicht
In Bremen liegt die Wartungspflicht beim unmittelbaren Besitzer der Wohnung. In Mietwohnungen ist das der Mieter. Die Wartung umfasst:
Allerdings bleibt der Vermieter in der Verkehrssicherungspflicht. Das bedeutet: Auch wenn der Mieter für die Wartung zuständig ist, sollte sich der Vermieter regelmäßig vergewissern, dass die Rauchmelder funktionsfähig sind. Viele Vermieter in Bremen organisieren daher die Wartung über Dienstleister und legen die Kosten als Betriebskosten um.
Bundesland Bremen
Das Bundesland Bremen umfasst die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven. Die Rauchmelderpflicht gilt einheitlich für beide Städte. Einige Besonderheiten:
Haftung
Die Bremische Landesbauordnung sieht keine direkten Bußgelder für fehlende Rauchmelder vor. Dennoch kann ein Verstoß erhebliche Folgen haben:
Vernetzung
Besonders in den typischen Bremer Reihenhäusern und Altbauwohnungen mit mehreren Stockwerken ist die Vernetzung von Rauchmeldern sinnvoll: Löst ein Melder im Obergeschoss aus, alarmieren die Geräte im Erdgeschoss und Flur gleichzeitig.
Der LUPUSEC Rauchmelder V2 lässt sich in das LUPUSEC Smart-Home-System einbinden und ermöglicht:

Funk-Rauchmelder

Funk-Hitzemelder
Ländervergleich
Die Regelungen in den umliegenden Bundesländern unterscheiden sich teilweise von der Bremer Vorschrift. Wenn Sie Immobilien in der Region besitzen oder verwalten, sollten Sie auch diese Vorgaben kennen:
Bremen hat die Rauchmelderpflicht früh eingeführt und konsequent umgesetzt. Eigentümer sind für die Installation verantwortlich, Mieter für die jährliche Wartung. Seit 2016 gibt es keine Ausnahmen mehr für Bestandsbauten, alle Wohnungen in Bremen und Bremerhaven müssen mit normkonformen Rauchmeldern ausgestattet sein.
Wer die gesetzliche Pflicht mit einem smarten Sicherheitskonzept verbindet, profitiert nicht nur von der Erfüllung der Vorschriften, sondern auch von einem deutlich höheren Schutzniveau für Bewohner und Immobilie. Vernetzte Rauchmelder mit App-Anbindung und Automatisierungsfunktionen machen den Unterschied, besonders in den für Bremen typischen mehrstöckigen Wohngebäuden.

Über den Autor
Matthias Wolff
Geschäftsleitung, LUPUS-Electronics GmbH
Matthias Wolff ist Mitgründer und Geschäftsleiter der LUPUS-Electronics GmbH in Landau in der Pfalz. Das 2006 gegründete Familienunternehmen entwickelt Alarm-, Video- und Brandschutztechnik. Auf Fachmessen wie der FeuerTrutz vertritt er LUPUS zum Thema vernetzter Brandschutz.
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