Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2025 wurden in Deutschland 82.920 Wohnungseinbrüche registriert, ein Anstieg um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einfamilienhäuser sind dabei überdurchschnittlich betroffen, weil sie meist mehrere Angriffspunkte bieten: Terrassentür, Erdgeschossfenster, Kellerabgang, Garage. Hinzu kommen 92.870 Einbrüche in Keller, Dachböden und Waschräume, ein häufig übersehenes Deliktfeld.
Eine gute Alarmanlage fürs Einfamilienhaus denkt nicht nur die Haustür, sondern das gesamte Grundstück mit. Sie bildet die aktive Ergänzung zur Mechanik: Während einbruchhemmende Fenster und Türen die ersten Sekunden kosten, ruft die Alarmanlage in genau diesen Sekunden Aufmerksamkeit, Licht und Ton herbei. Die Kombination reduziert die Erfolgswahrscheinlichkeit messbar, weil Täter nachweislich nach drei bis fünf Minuten abbrechen.
Bevor ein einziges Gerät bestellt wird, steht eine kurze Bestandsaufnahme. Sie beantwortet vier Fragen:
Das Ergebnis ist ein einfacher Grundriss mit Markierungen: Kontakt an jeder Öffnung, Bewegungsmelder in Fluren, Kameras an Fassadenseiten. Dieses Dokument ist die Basis für Hardware-Bestellung, Kabelführung und spätere Dokumentation.
Im Einfamilienhaus-Segment stehen zwei LUPUS-Zentralen im Fokus:
| Zentrale | Profil | Sensoren (max.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| XT2 Plus | Solides Basissystem für typische EFH | 240 in 2 Bereichen | 4G/GPRS-Redundanz, ZigBee-Smarthome, 868 MHz-Funk, Selbsteinbau möglich |
| XT4 | Premium-Zentrale für größere Häuser und erhöhten Schutzbedarf | 480 in 2 Bereichen | EN 50131-1 Grad 2 zertifiziert, LTE-Redundanz, 868 MHz Pro bis 2 km, drahtgebundene Sensoren, MicroSD, stärkere CPU |
Faustregel: Für Häuser bis ca. 180 m² Wohnfläche mit normalem Schutzbedarf genügt die XT2 Plus. Wer ein Objekt mit mehreren Stockwerken, Einliegerwohnung, ausgedehnten Außenanlagen oder höherem Schutzbedürfnis (Wertsachen, Gewerbeanteil) schützt, fährt mit der XT4 wirtschaftlicher, weil die Pro-Sensoren bis 2 km Reichweite auch entlegene Außenmelder anbinden.
Beide Zentralen arbeiten nach dem No-Cloud-Prinzip: Aufzeichnungen und Sensordaten bleiben lokal. Jede Verbindung zwischen Endgerät und Zentrale wird mit 256-Bit-TLS-1.2 verschlüsselt.
Die erste Verteidigungslinie. Jeder Fenster- und Türkontakt meldet, wenn der Magnetverbund zwischen Rahmen und Flügel unterbrochen wird. Für die XT2 Plus eignen sich die Fenster-/Türkontakte V2 (weiß, braun oder anthrazit). Für die XT4 gibt es die Pro-Varianten mit bis zu 2 km Reichweite sowie den Rahmenkontakt Pro, der unsichtbar in den Rahmen integriert wird.
Innen ergänzen PIR-Bewegungsmelder die Öffnungskontakte, besonders in Fluren, Treppenhäusern und unbenutzten Zimmern. Der Dual-Way-Bewegungsmelder kombiniert PIR und Mikrowelle für besonders zuverlässige Auslösung. Außen lohnt sich der Outdoor Bewegungsmelder Pro (nur XT4, 5° Lichtschrankeneffekt, IP55), der Bewegung entlang einer Einfahrt oder Terrasse wie eine unsichtbare Schranke detektiert.
Glasbruchmelder V2 ergänzen Großflächen-Fensterfronten. Rauchmelder V2, Hitzemelder und CO-Melder V2 decken Brandschutz und Kohlenmonoxid-Austritte ab. Ein Wassermelder sichert Heizraum, Waschküche oder Technikraum gegen Leitungsschäden, inklusive Push-Meldung an die LUPUS-App.
Kellerfenster, Gartenhäuser und Garagen werden gern vergessen. Türkontakte und kompakte Innenkameras schließen dieses Deliktfeld. Bei Bedarf verstärkt ein Funkrepeater V2 oder Funkrepeater Pro das Funknetz, damit auch abgelegene Sensoren zuverlässig anbinden.
Alarmanlage und Kamera greifen im LUPUS-System eng ineinander. Der klassische Ablauf: Ein Sensor meldet ein Ereignis, die Zentrale aktiviert die Kamera, und die Kamera führt eine abgestufte Reaktion aus.
Zwei Kameratypen stehen im Einfamilienhaus-Kontext besonders im Fokus:
Beide sind keine reinen Aufzeichnungskameras, sondern aktive Abwehrmittel. Wer dokumentieren und zoomen will, ergänzt eine LE221 PoE mit 8 MP/4K und 60 m IR. Ideal für die Detailaufnahme eines Grundstückseingangs.
Die XT-Zentralen sind gleichzeitig Smart-Home-Zentralen. Das eröffnet Automationsszenarien, die aus reiner Alarmabwehr eine aktive Anwesenheitsstrategie machen:
Die Kopplung mit Drittanbietern wie Philips Hue, SONOS, Amazon Alexa oder Google Home ist möglich, die Sicherheit bleibt aber lokal auf der Zentrale.
Die Kosten für eine Alarmanlage im Einfamilienhaus hängen stark vom Ausbaugrad ab. Eine grobe Orientierung:
| Ausstattungsstufe | Umfang | Richtkosten (inkl. MwSt., ohne Montage) |
|---|---|---|
| Basis | XT2 Plus, 6 Fenster-/Türkontakte, 2 Bewegungsmelder, 1 Innensirene, 1 Keypad | ca. 1.200 bis 1.800 Euro |
| Standard | Basis plus Außensirene, 1 Alarmkamera LE213, 2 Rauchmelder, 1 Wassermelder | ca. 2.500 bis 3.500 Euro |
| Komfort | XT4, 12 Kontakte (Pro), 4 Bewegungsmelder (innen/außen), 2 Kameras, Smart-Home-Paket, Outdoor Keypad | ca. 4.500 bis 6.500 Euro |
Montagekosten durch einen Fachbetrieb liegen je nach Objekt und Kabelaufwand bei 500 bis 1.500 Euro. Für die Selbstmontage sind die XT1 Plus und XT2 Plus konzipiert, die XT4 empfiehlt sich für den Fachhandel.
Das frühere KfW-Zuschussprogramm 455-E für Einbruchschutz ist Ende 2023 eingestellt worden. Aktuell stehen zwei Förderwege offen:
Der Programmbereich „Einbruchschutz" ist Bestandteil dieses zinsgünstigen Kredits, bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit, ab 3,10 Prozent effektiver Jahreszins (Stand Kreditrahmen Frühjahr 2026, aktueller Zinssatz bitte bei KfW prüfen). Förderfähig sind unter anderem Alarmanlagen, einbruchhemmende Türen/Fenster und Bewegungsmelder. Antrag vor Beginn der Maßnahme über die Hausbank.
Unabhängig von der KfW lassen sich 20 Prozent der Arbeitskosten (bis 1.200 Euro pro Jahr) direkt von der Einkommensteuerschuld abziehen. Voraussetzung: Rechnung und Zahlung per Überweisung an einen Fachbetrieb.
Die LUPUS XT4 ist EN 50131-1 Grad 2 zertifiziert und erfüllt die technischen Anforderungen des früheren 455-E-Programms. Das ist für KfW-159-Anträge relevant, weil geprüfte Produkte die Förderchance erhöhen.
Weiterführende Lektüre: Förderung für Einbruchschutz im Detail und Einbruchschutz fürs Eigenheim.
Selbsteinbau ist bei LUPUS XT1 Plus und XT2 Plus bewusst unterstützt. Alle Sensoren lassen sich per QR-Code anlernen, Funkkommunikation via 868 MHz ersetzt aufwändige Kabelarbeit. Für die XT4 empfehlen wir die Zusammenarbeit mit einem Certified Partner: zum einen wegen der komplexeren Konfiguration (drahtgebundene Eingänge, Relais, EN-50131-Dokumentation), zum anderen wegen der späteren Wartungsverantwortung.
Für typische Einfamilienhäuser bis etwa 180 m² mit normalem Schutzbedarf ist die LUPUS XT2 Plus mit bis zu 240 Sensoren ausreichend. Bei größeren Objekten, höherem Schutzbedarf oder wenn eine Zertifizierung nach EN 50131-1 Grad 2 gefragt ist, empfiehlt sich die XT4 mit bis zu 480 Sensoren und 868-MHz-Pro-Funk.
Eine Basisausstattung mit Zentrale, sechs Kontakten und zwei Bewegungsmeldern liegt bei ca. 1.200 bis 1.800 Euro. Ein Standardpaket mit Außensirene, einer Alarmkamera und Gefahrenmeldern kostet 2.500 bis 3.500 Euro. Komfortlösungen mit XT4, mehreren Kameras und Smart-Home-Komponenten bewegen sich zwischen 4.500 und 6.500 Euro, jeweils ohne Montage.
Das Zuschussprogramm KfW 455-E ist Ende 2023 eingestellt worden. Aktuell greift der KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen" mit Einbruchschutz-Modul (bis 50.000 Euro pro Wohneinheit). Zusätzlich lassen sich 20 Prozent der Handwerkerleistungen bis 1.200 Euro pro Jahr über § 35a EStG von der Einkommensteuer abziehen.
Ja. LUPUS-Zentralen haben einen Notstrom-Akku, der den Betrieb für mehrere Stunden aufrechterhält. Die XT2 Plus und die XT4 bieten zusätzlich einen Mobilfunk-Alarmweg (4G beziehungsweise LTE), sodass Alarme auch bei gekapptem Internet zuverlässig herausgehen.
Die XT1 Plus und XT2 Plus sind für den Selbsteinbau konzipiert, alle Sensoren lassen sich per QR-Code anlernen. Die XT4 richtet sich an den Fachhandel. Hier empfiehlt sich ein LUPUS Certified Partner, auch wegen der späteren EN-50131-konformen Dokumentation.
Tür- und Fensterkontakte an allen Kelleröffnungen, ein Bewegungsmelder im Kellerabgang und bei Bedarf eine kompakte Innenkamera schließen den statistisch häufig übersehenen Bereich. Für entlegene Bereiche bindet ein Funkrepeater V2 beziehungsweise Funkrepeater Pro die Sensoren zuverlässig an die Zentrale an.
Nein. Die XT-Serie arbeitet konsequent nach dem No-Cloud-Prinzip. Aufzeichnungen der Kameras bleiben lokal auf SD-Karte oder NVR, die Alarmzentrale kommuniziert nur mit Ihren Endgeräten, über 256-Bit-TLS-1.2 verschlüsselt. Abogebühren fallen nicht an.
Die wirksame Alarmanlage fürs Einfamilienhaus ist kein Einzelgerät, sondern ein abgestuftes Konzept: Mechanik verzögert, Elektronik meldet, Kamera dokumentiert und schreckt ab, Smart Home automatisiert die Reaktion. LUPUS bietet dafür eine durchgängige Systemarchitektur, von der XT2 Plus bis zur EN-50131-zertifizierten XT4, mit lokalem Datenschutz, 10 Jahren Garantie auf NB-IoT-Geräte und einem breiten Zubehörprogramm. Wer von Beginn an modular plant, hat nicht nur heute Schutz, sondern auch die Option, in fünf Jahren genau das zu erweitern, was dann anders ist.
Für die Planung unterstützt der LUPUS-Fachhandel kostenlos, die technische Hotline steht werktags von 8:30 bis 17:00 Uhr bereit.