Einbruchstatistik 2025: 82.920 Wohnungseinbrüche in Deutschland und was die PKS für Hausbesitzer bedeutet

Das Wichtigste in Kürze

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 des Bundeskriminalamts (BKA) wurde im April 2026 veröffentlicht. Für Hausbesitzer sind folgende Zahlen entscheidend:

  • 82.920 Wohnungseinbrüche im Jahr 2025 – ein Anstieg um +5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • 92.870 Einbrüche in Keller, Dachböden und Waschräume – ein oft unterschätztes Deliktfeld.
  • Gesamtkriminalität +5,6 Prozent: Einbrüche entwickeln sich im Gleichklang mit dem allgemeinen Trend.
  • Quelle: BKA, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 (Bundeslagebild und Jahrbuch).

 

Die Kernzahlen der PKS 2025

Die Polizeiliche Kriminalstatistik ist die wichtigste Referenzquelle für Kriminalitätsentwicklung in Deutschland. Das Bundeskriminalamt fasst darin jährlich die Fallzahlen der Länderpolizeien zusammen. Für das Berichtsjahr 2025 ergeben sich folgende Eckwerte mit Relevanz für private Hausbesitzer und Wohnungseigentümer:

DeliktfeldFälle 2025Veränderung zum Vorjahr
Wohnungseinbruchdiebstahl 82.920 +5,7 Prozent
Einbruch in Keller, Dachboden, Waschraum 92.870 Leicht steigender Trend
Gesamtkriminalität ca. 6,3 Mio. Fälle +5,6 Prozent

Die Zahlen basieren auf der am 21. April 2026 veröffentlichten Fassung der PKS 2025 des Bundeskriminalamts. Da die statistische Erfassung an die Anzeige der Taten gebunden ist, liegt die tatsächliche Fallzahl – insbesondere bei Kellereinbrüchen – über den offiziellen Werten. Fachleute sprechen hier von einem höheren Dunkelfeld.

 

Einordnung: Was die Entwicklung bedeutet

Nach den historisch niedrigen Fallzahlen während der Pandemie-Jahre zeichnet sich seit 2023 ein klarer Trend ab: Wohnungseinbrüche steigen wieder. 2025 wurde das Vor-Pandemie-Niveau in einigen Bundesländern zwar noch nicht erreicht, der Anstieg um +5,7 Prozent gegenüber 2024 signalisiert aber, dass die Entwicklung verfestigt ist.

Zwei Aspekte sind für Hausbesitzer wichtig:

  • Relative Häufigkeit steigt: Die Einbruchszahlen wachsen etwa im gleichen Tempo wie die Gesamtkriminalität. Das heißt, das Risiko steigt nicht disproportional, es bleibt aber relevant.
  • Regionale Schwerpunkte: Die Verteilung ist nicht gleichmäßig. Großstädte, Ballungsräume und Einfamilienhausgebiete mit guter Verkehrsanbindung sind stärker betroffen als ländliche Regionen.

 

Keller, Dachboden, Waschraum: Der blinde Fleck

Mit 92.870 Fällen übersteigen Einbrüche in Keller, Dachböden und Waschräume sogar die Zahl der klassischen Wohnungseinbrüche. Entwendet werden Fahrräder, Werkzeuge, saisonale Sportausrüstung, eingelagerte Wertgegenstände und zunehmend auch Pedelec-Akkus.

Diese Delikte haben zwei Besonderheiten:

  • Sie laufen häufig ohne erkennbare Spuren im Hauptwohnbereich ab und bleiben deshalb länger unentdeckt.
  • Sie betreffen überdurchschnittlich häufig Mehrfamilienhäuser, in denen der Zugang zu Kellerabteilen weniger gut kontrolliert wird.

Ein wirksamer Schutz beginnt daher nicht erst an der Wohnungstür. Türkontakte, Bewegungsmelder und kompakte Kameras in Kellerabgängen liefern wertvolle Präventions- und Beweisinformationen.

 

Wann die meisten Einbrüche passieren

Die PKS erfasst auch zeitliche Schwerpunkte. Für Wohnungseinbrüche bleiben die Kernmuster stabil:

  • Die dunkle Jahreszeit von Oktober bis März ist überdurchschnittlich stark betroffen.
  • Werktags sind die Nachmittagsstunden das Hauptfenster, wenn Bewohner noch nicht zuhause sind.
  • Am Wochenende verschiebt sich der Schwerpunkt in Zeiten, in denen Eigentümer typischerweise abwesend sind.

Wer die eigene Sicherheitsstrategie an diesen Mustern ausrichtet, kann mit relativ wenigen Maßnahmen eine deutliche Abschreckungswirkung erzielen: Anwesenheit simulieren, Licht automatisieren, Kameras sichtbar platzieren.

 

Typisches Vorgehen der Täter

Die Mehrzahl der Einbrüche ist keine filmreife Hochleistungstat. Polizeistatistiken und Präventionsanalysen zeigen seit Jahren, dass die häufigsten Einstiegswege Fenster und Terrassentüren im Erdgeschoss sind, gefolgt von leicht erreichbaren Fenstern im ersten Obergeschoss. Das Einbruchswerkzeug ist meist einfach, das Vorgehen schnell: Ein Großteil der Versuche wird in weniger als fünf Minuten abgebrochen, wenn der Einbruch nicht gelingt.

Genau an diesem Punkt setzt Prävention an: Wenn die ersten Minuten deutlich erschwert werden – durch solide Fenster- und Türkontakte, hörbare Signale und sichtbare Kameratechnik – steigt die Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs messbar.

 

Was konkret Schutz bietet

Auf Basis der PKS-Zahlen und der Präventionsempfehlungen von Polizei und Landeskriminalämtern hat sich ein abgestuftes Schutzkonzept bewährt:

1. Mechanischer Grundschutz

Einbruchhemmende Fenster und Türen nach RC2 oder höher, Pilzkopfverriegelungen, abschließbare Fenstergriffe und solide Zylinder sind die erste Stufe. Sie verlängern die Aufbruchszeit und sind Voraussetzung dafür, dass elektronische Systeme ihre Wirkung entfalten können.

2. Elektronische Alarmanlage

Eine zertifizierte Alarmanlage mit Tür- und Fensterkontakten, Bewegungsmeldern und Sirene löst bei Aufbruch sofort Alarm aus, informiert Bewohner oder Sicherheitsdienste und dokumentiert den Vorfall. Die Kombination mit einer Zentrale nach EN 50131 Grad 2 bietet geprüfte Sicherheit.

3. Videoüberwachung

Sichtbare Kameras wirken abschreckend, dokumentieren zuverlässig und liefern bei einem Vorfall entscheidende Informationen für die polizeilichen Ermittlungen. Eine Außenkamera mit Personenerkennung und Flutlicht erhöht die Abschreckung spürbar. Für Standorte ohne stabiles WLAN bietet sich eine 4G-Kamera als netzunabhängige Alternative an.

4. Smarte Abschreckung

Automatisierte Lichtsteuerung, zeitgesteuertes Rollladenfahren und akustische Signale simulieren Anwesenheit und reduzieren das Interesse der Täter. Die Verknüpfung über eine Alarmzentrale erlaubt es, diese Szenarien zuverlässig zu orchestrieren.

5. Eigentumsschutz in Kellern und Nebenräumen

Tür- und Fensterkontakte, Bewegungsmelder und kompakte Innenkameras schützen auch Kellerabteile und Dachböden. Besonders für Mehrfamilienhäuser lohnt sich eine Koordination mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft.

 

Wie LUPUS Hausbesitzer unterstützt

LUPUS Electronics entwickelt und produziert in Landau in der Pfalz. Unsere Systeme sind modular aufgebaut: Sie können mit einem Tür-Fenster-Kontakt beginnen und später mit Bewegungsmeldern, Kameras, Sirenen und Automationen erweitern.

LUPUS EXPERTEN-TIPP: Sicherheitskonzept in drei Stufen

Starten Sie mit einer zertifizierten Zentrale (LUPUS XT4) und Tür- und Fensterkontakten an Erdgeschoss-Öffnungen. Ergänzen Sie in Stufe zwei Bewegungsmelder und eine Innensirene. In Stufe drei integrieren Sie eine Außenkamera wie die LE213 WLAN für sichtbare Abschreckung und Dokumentation.

Wer bereits erste Überlegungen zur Grundausstattung anstellt, findet im Ratgeber zur LUPUS Service-Übersicht weiterführende Informationen, ebenso in unseren Bestandsratgebern zur Alarmanlage und zur Außenkamera.

 

FAQ

Wie viele Einbrüche gab es 2025 in Deutschland?

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2025 des Bundeskriminalamts wurden 82.920 Wohnungseinbrüche registriert. Hinzu kommen 92.870 Einbrüche in Keller, Dachböden und Waschräume. Die Gesamtkriminalität stieg um 5,6 Prozent.

Wann passieren die meisten Einbrüche?

Die meisten Wohnungseinbrüche ereignen sich in der dunklen Jahreszeit (Oktober bis März) und an Werktagen in den späten Nachmittagsstunden, wenn viele Bewohner noch nicht zuhause sind. An Wochenenden liegen die Schwerpunkte in Zeitfenstern typischer Abwesenheiten.

Was bringt eine Alarmanlage im Einfamilienhaus?

Eine zertifizierte Alarmanlage löst bei Aufbruch oder unberechtigtem Zutritt sofort Alarm aus, informiert Bewohner und dokumentiert den Vorfall. In Kombination mit einem soliden mechanischen Grundschutz erhöht sie die Abbruchwahrscheinlichkeit deutlich, weil Einbrecher die ersten Minuten als kritisch wahrnehmen.

Was bringt eine Außenkamera?

Sichtbare Außenkameras wirken abschreckend, dokumentieren den Zugang zum Grundstück zuverlässig und liefern bei einem Vorfall Bildmaterial für die polizeilichen Ermittlungen. Moderne Kameras mit Personenerkennung reduzieren Fehlalarme durch Tiere oder Wetterereignisse und lassen sich mit Flutlicht kombinieren, um nächtliche Situationen sofort auszuleuchten.

Lohnt sich eine 4G-Kamera?

Eine 4G-Kamera ist sinnvoll an Standorten ohne stabiles WLAN: abgelegene Grundstücke, Baustellen, Ferienhäuser oder Garagen. Sie arbeitet über das Mobilfunknetz und benötigt nur Stromversorgung oder einen Akku. Für klassische Einfamilienhäuser mit belastbarem WLAN ist eine WLAN-Kamera meist die wirtschaftlichere Wahl.

Wie schütze ich Keller und Dachboden wirksam?

Tür- und Fensterkontakte an Kellertüren und -fenstern, Bewegungsmelder in Fluren und Treppenhäusern sowie kompakte Innenkameras bilden eine wirksame Kombination. Sie ergänzen die mechanische Absicherung und schließen den statistisch relevanten blinden Fleck von 92.870 jährlichen Einbrüchen in Keller, Dachböden und Waschräume.

 

Fazit: Einbruchschutz 2025/2026 ist ein Zusammenspiel aus Mechanik, Elektronik und Verhalten

Die PKS 2025 zeigt, dass das Einbruchsrisiko wieder steigt. Gleichzeitig macht die Statistik deutlich, dass bereits einfache Maßnahmen die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Einbruchs reduzieren können. Wer mechanischen Grundschutz, eine zertifizierte Alarmanlage und sichtbare Videoüberwachung kombiniert, geht den Schritt von passiver Hoffnung zu aktivem Schutz. LUPUS Electronics bietet dafür modulare, erweiterbare Systeme mit lokalem Datenschutz und einem klaren Fokus auf Prävention statt reiner Aufzeichnung.

Quelle: Bundeskriminalamt, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, veröffentlicht am 21. April 2026 (bka.de).

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