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Zwei Feuerwehrleute in Einsatzkleidung am geöffneten Löschfahrzeug

Feuerwehr-Alarmierung per App: Alamos, Divera, GroupAlarm

Schild-IconDas Wichtigste in Kürze

Ein akustischer Alarm ist keine Alarmierung: In unbesetzten Objekten entscheidet nicht die Lautstärke des Melders, sondern die Frage, auf welchem Gerät die Meldung landet.
Sechs Gruppenbenachrichtigungssysteme sind angebunden: Alamos, Divera 24/7, GroupAlarm, Feuersoftware, alarmdispatcher und Bosch.
Der Melder braucht dafür kein Gebäudenetz: Die LUPUS Mobilfunkrauchmelder senden über NB-IoT mit fest verbauter eSIM an die LUPUS Cloud, unabhängig von WLAN, Router und lokaler Stromversorgung.
Parallel stehen weitere Wege bereit: App-Push, E-Mail, Notrufleitstelle via Contact-ID oder SIA DC 09 sowie eine API-Schnittstelle für eigene Systeme.
Die App-Alarmierung ersetzt keine Übertragungseinrichtung: Wo das Baurecht eine Brandmeldeanlage mit automatischer Alarmierung der Feuerwehr fordert, bleibt diese Pflicht bestehen.
 

Problemstellung

Der Alarm muss dorthin, wo die Wehr ohnehin hinschaut

Feuerwehren arbeiten längst nicht mehr nur mit Meldeempfänger und Sirene. In vielen Wehren läuft die Alarmierung zusätzlich über eine App auf dem Smartphone: Sie zeigt das Einsatzstichwort, den Einsatzort, die Rückmeldungen der Kameraden und wer bereits auf dem Weg zum Gerätehaus ist. Genau diese Systeme sind der Ort, an dem im Ernstfall alle hinsehen.

Ein Rauchmelder, der davon nichts weiß, produziert im besten Fall Lärm in einem leeren Raum. Bei Objekten, die nachts und am Wochenende unbesetzt sind, ist das der Normalfall: Feuerwehrgerätehaus, Bauhof, Vereinsheim, Lagerhalle, abgelegene Technikstation. Der Melder erkennt den Brand zuverlässig, aber die Information kommt nicht an. Zwischen Erkennung und Reaktion liegen dann Stunden statt Sekunden.

Die Lösung ist keine lautere Sirene, sondern ein zusätzlicher Weg: Der Melder meldet nicht nur im Raum, sondern über Mobilfunk an eine Plattform, und diese Plattform schiebt die Meldung in dasselbe System, über das die Wehr alarmiert wird. Aus dem lokalen Piepser wird damit eine Alarmierung, die dieselbe Aufmerksamkeit bekommt wie ein Einsatzstichwort der Leitstelle.

 

Systeme

Diese sechs Alarmierungssysteme sind angebunden

Die LUPUS Cloud gibt Alarme an Gruppenbenachrichtigungssysteme weiter, die in Feuerwehren und Hilfsorganisationen verbreitet sind. Belegt sind sechs Anbindungen. Was das jeweilige System darüber hinaus kann, hängt von der dortigen Konfiguration ab und wird in der Wehr selbst festgelegt.

System Typischer Einsatzbereich
Alamos Einsatzleitsystem und Alarmierung in Feuerwehren und Rettungsdiensten
Divera 24/7 App-basierte Alarmierung und Verfügbarkeitsverwaltung in Einsatzabteilungen
GroupAlarm Gruppenalarmierung für Organisationen und Bereitschaften
Feuersoftware Verwaltungs- und Alarmierungsumgebung für Feuerwehren
alarmdispatcher Verteilung von Alarmmeldungen an definierte Empfängerkreise
Bosch Anbindung im Rahmen der Integrationspartnerschaft
Info-IconWarum diese Systeme den Unterschied machenGruppenbenachrichtigungssysteme erreichen nicht ein Gerät, sondern eine Mannschaft. Eine Meldung geht an alle hinterlegten Empfänger gleichzeitig, unabhängig davon, wer gerade Dienst hat oder in Reichweite des Gerätehauses ist. Für einen Brandalarm in einem unbesetzten Objekt ist das der entscheidende Unterschied zu einer E-Mail, die erst am nächsten Morgen gelesen wird.
 

Alarmwege

Alle Wege, die parallel laufen können

Die Anbindung an ein Alarmierungssystem ist einer von mehreren Wegen. In der LUPUS Cloud lassen sich mehrere davon gleichzeitig aktivieren, sodass eine einzelne Meldung mehrere Empfängerkreise erreicht.

App-Icon

Push in die Einsatz-App

Weitergabe an Alamos, Divera 24/7, GroupAlarm, Feuersoftware, alarmdispatcher oder Bosch, dazu Push in der LUPUS Cloud App selbst.

Alarm-Icon

Notrufleitstelle

Aufschaltung auf eine Notrufleitstelle über die etablierten Protokolle Contact-ID und SIA DC 09.

Schnittstellen-Icon

API für eigene Systeme

Über die API-Schnittstelle lassen sich Meldungen in vorhandene Leit-, Verwaltungs- oder Monitoring-Systeme übernehmen.

Uhr-Icon

E-Mail und Direktmeldung

E-Mail-Verteiler für Verwaltung und Dokumentation sowie die direkte Meldung an das Smartphone des Objektverantwortlichen.

 

Technik

Warum der Melder ohne Gebäudenetz auskommt

Die Kette funktioniert nur, wenn ihr erstes Glied unabhängig ist. Ein WLAN-Rauchmelder verstummt, sobald Router oder Strom ausfallen, und beides fällt bei einem Brand früh aus. Die LUPUS Mobilfunkrauchmelder nutzen deshalb das Narrowband-IoT-Netz der Deutschen Telekom mit fest verbauter eSIM. Sie brauchen weder ein Gateway noch lokales Internet noch eine Stromversorgung am Melder.

Die Verbindungsgebühren sind für 10 Jahre im Kaufpreis enthalten, ebenso das Datenroaming in 20 weiteren Ländern. NB-IoT durchdringt Gebäude besser als WLAN, was in Fahrzeughallen, Kellern und Technikräumen den Ausschlag gibt. Warum diese Unabhängigkeit im Ernstfall zählt, zeigt der Beitrag zur autarken Brandfrühwarnung bei Stromausfall.

LUPUS Mobilfunkrauchmelder in der Frontansicht

Branderkennung

LUPUS Mobilfunkrauchmelder

NB-IoT mit eSIM 10 Jahre Daten inkl. DIN 14676-1 C
Meldet direkt
in die Cloud
Details →
LUPUS Mobilfunk Alarm Button in Rot mit Druckknopf

Manuelle Auslösung

LUPUS Mobilfunk Alarm Button

DIN EN 54-11 TLS verschlüsselt IP52
Alarm auslösen,
bevor Rauch entsteht
Details →
 

Praxis

Von der Rauchentwicklung bis zur Rückmeldung

1

Der Melder erkennt und sendet

Der Mobilfunkrauchmelder löst aus und schickt die Meldung über das NB-IoT-Netz an die LUPUS Cloud. Kein Gateway, kein Gebäudenetz, keine lokale Zentrale dazwischen.

2

Die Cloud ordnet zu

Die Meldung wird dem hinterlegten Standort zugeordnet, also Ort, Gebäude und Nutzungseinheit. Damit steht fest, welches Objekt und welcher Raum betroffen ist.

3

Weitergabe an das Alarmierungssystem

Die Cloud übergibt die Meldung an das konfigurierte System, etwa Alamos, Divera 24/7 oder GroupAlarm. Parallel laufen die weiteren aktivierten Wege wie E-Mail oder Notrufleitstelle.

4

Die Mannschaft reagiert

Der Alarm erscheint dort, wo die Einsatzkräfte ohnehin hinsehen. Rückmeldung, Verfügbarkeit und weitere Abläufe steuert das jeweilige System nach den Regeln der Wehr.

Tipp-IconLUPUS Experten-Tipp: Testalarm bis zum letzten Empfänger fahrenPrüfen Sie die Kette nach der Einrichtung einmal vollständig durch, nicht nur bis zur Cloud. Lösen Sie einen Testalarm aus und lassen Sie sich von jedem Empfängerkreis bestätigen, dass die Meldung angekommen ist: App der Wehr, E-Mail-Verteiler, Leitstelle. Danach dieselbe Prüfung einmal jährlich wiederholen, denn Empfängerlisten veralten schneller als Technik. Wechselt ein Wehrführer oder ein Hausmeister, hängt sonst ein Glied der Kette ins Leere.
 

Abgrenzung

Was die App-Alarmierung leistet und was nicht

Die Weitergabe in ein Alarmierungssystem ist ein zusätzlicher Kanal, keine baurechtliche Ersatzlösung. Wo eine Brandmeldeanlage nach DIN 14675 mit Übertragungseinrichtung zur automatischen Alarmierung der Feuerwehr vorgeschrieben ist, bleibt diese Anforderung bestehen. Die Brandwarnanlage arbeitet in der Kategorie darunter: für Objekte, in denen keine BMA gefordert ist, einzelne Rauchwarnmelder aber zu wenig sind.

Umgekehrt löst sie ein Problem, das eine klassische Anlage nicht adressiert. Sie macht auch kleine, verstreute und unbesetzte Objekte alarmfähig, ohne dass dafür Kabel gezogen, Zentralen gestellt oder Wartungsverträge geschlossen werden müssen. Wie sich beide Kategorien voneinander abgrenzen, erklärt der Grundlagenbeitrag zur Brandwarnanlage (BWA).

Gefahr-IconKein Alarm ohne festgelegte ZuständigkeitEine technische Anbindung ersetzt keine Alarmordnung. Legen Sie schriftlich fest, wer eine Meldung entgegennimmt, wer die Lage vor Ort prüft und ab wann die Leitstelle verständigt wird. Sonst wird ein Alarm zwar zugestellt, aber niemand fühlt sich zuständig, und genau diese Minuten fehlen später.
 

FAQ

Häufige Fragen (FAQ)

Wie funktioniert die Feuerwehr-Alarmierung per App?

Der Melder sendet seine Brandmeldung über Mobilfunk an die LUPUS Cloud. Die Cloud ordnet die Meldung dem hinterlegten Standort zu und gibt sie an das konfigurierte Alarmierungssystem weiter, etwa Alamos, Divera 24/7 oder GroupAlarm. Dort erscheint sie als Alarm bei allen hinterlegten Empfängern, zusammen mit der Standortangabe aus der Cloud.

Welche Alarmierungssysteme werden unterstützt?

Belegt sind sechs Gruppenbenachrichtigungssysteme: Alamos, Divera 24/7, GroupAlarm, Feuersoftware, alarmdispatcher und Bosch. Zusätzlich stehen App-Push in der LUPUS Cloud App, E-Mail, die Aufschaltung auf eine Notrufleitstelle über Contact-ID oder SIA DC 09 sowie eine API-Schnittstelle zur Verfügung.

Kann ein Rauchmelder direkt in Alamos alarmieren?

Ja, über die LUPUS Cloud als Zwischenstelle. Der Melder selbst spricht kein Alarmierungsprotokoll, sondern sendet über NB-IoT an die Cloud. Diese übernimmt die Weitergabe an Alamos und die anderen angebundenen Systeme. Für die Wehr sieht es aus wie eine Alarmmeldung im gewohnten System, ohne dass am Melder etwas eingerichtet werden müsste.

Braucht der Rauchmelder dafür WLAN?

Nein. Der LUPUS Mobilfunkrauchmelder nutzt NB-IoT mit fest verbauter eSIM und arbeitet unabhängig von WLAN, Router und lokaler Stromversorgung. Die Verbindungsgebühren sind für 10 Jahre im Kaufpreis enthalten. Das ist besonders in Objekten wichtig, in denen bei einem Brand zuerst der Strom ausfällt.

Ersetzt die App-Alarmierung die Aufschaltung zur Leitstelle?

Nein. Wo das Baurecht eine Brandmeldeanlage mit automatischer Alarmierung der Feuerwehr vorschreibt, bleibt diese Pflicht unberührt. Die Aufschaltung auf eine Notrufleitstelle ist über Contact-ID und SIA DC 09 zusätzlich möglich und lässt sich parallel zur App-Alarmierung betreiben.

Wie viele Empfänger kann ein Alarm erreichen?

Die Empfängerlogik liegt beim jeweiligen Alarmierungssystem, das seine eigenen Gruppen und Regeln verwaltet. Auf Seiten der LUPUS Cloud lassen sich mehrere Wege parallel aktivieren, sodass ein einzelner Melderalarm gleichzeitig in der Einsatz-App, im E-Mail-Verteiler der Verwaltung und bei der Notrufleitstelle ankommen kann.

 

Fazit

Fazit

Branderkennung ist gelöst, Alarmierung nicht immer. In unbesetzten Objekten entscheidet nicht die Empfindlichkeit des Melders darüber, wie schnell reagiert wird, sondern die Frage, auf welchem Bildschirm die Meldung erscheint. Wer Brandmelder an das System anbindet, mit dem die Wehr ohnehin alarmiert wird, verkürzt genau die Strecke, die sonst Stunden kostet: die zwischen Erkennung und erster Reaktion. Sechs Systeme sind angebunden, die Wege lassen sich parallel schalten, und der Melder bleibt dabei unabhängig von Strom und Gebäudenetz. Die Technik ist damit der einfachere Teil. Der wichtigere ist die Festlegung, wer den Alarm annimmt.

Einsatzkräfte Einsatzbereitschaft mit dem Mobilfunkrauchmelder schützen Weiterlesen → Praxis Brandmeldeanlage für die Feuerwehr: Schutz fürs Gerätehaus Weiterlesen → Technik Rauchmelder mit Handy-Alarm Weiterlesen →
Alarme dorthin bringen, wo Ihre Wehr hinsieht? Alle Komponenten der LUPUS Brandwarnanlage im Überblick.
Zum LUPUS Brandschutz →

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