Das Wichtigste in Kürze
Ausgangslage
Warum die kalte Jahreszeit der größte Hebel ist
Sobald die Heizperiode beginnt, verschiebt sich die Energierechnung deutlich. Nach Daten des Umweltbundesamts entfielen 2024 rund 66 Prozent des Endenergieverbrauchs privater Haushalte auf die Raumwärme, weitere knapp 16 Prozent auf warmes Wasser. Dazu kommt im Winter mehr Strom für Licht, weil es früher dunkel wird. Der Durchschnittspreis für Haushaltsstrom liegt laut BDEW-Strompreisanalyse 2026 bei 37,0 Cent je Kilowattstunde.
Die gute Nachricht: Gerade beim Heizen bringen kleine Änderungen viel. Ein Grad weniger Raumtemperatur spart rund 6 Prozent Heizenergie. Das Problem ist die Umsetzung im Alltag. Wer morgens das Fenster aufreißt, vergisst das Thermostat, und wer das Haus verlässt, lässt die Heizung selten herunterregeln. Genau diese Routinen übernimmt ein Smart Home.
Prinzip
So spart ein Smart Home Energie
Ein Smart Home spart nicht durch die Technik an sich, sondern durch Regeln, die zu Ihrem Alltag passen. Die LUPUS XT-Zentralen bieten dafür Automationen, die Strom und Temperatur abhängig von Anwesenheit, Uhrzeit oder Sonnenstand schalten, Energiesparroutinen für die Abwesenheit sowie Szenen und Hausmodi. Das Prinzip lässt sich auf vier Bausteine herunterbrechen:
Heizen nach Bedarf
Heizkörperthermostate folgen Zeitplänen je Raum und senken nachts oder bei Abwesenheit automatisch ab.
Sensoren, die mitdenken
Fensterkontakte, Temperatur- und Lichtsensoren liefern die Informationen, auf die das System reagiert.
Verbrauch im Blick
Stromzähler in Steckdosen, Relais und am Hauptzähler zeigen in der LUPUS App, wo die Energie hingeht.
Automatisch abschalten
Ein Szenario beim Verlassen des Hauses schaltet Licht und Standby-Geräte ab und regelt die Heizung herunter.
Heizung
Heizen im Winter: die wirksamsten Automationen
Heizpläne nach Raum und Tagesablauf
Nicht jeder Raum braucht dieselbe Temperatur. Das Umweltbundesamt empfiehlt rund 20 Grad im Wohnraum, 18 Grad in der Küche und 17 Grad im Schlafzimmer. Mit dem LUPUS Heizkörperthermostat V2 legen Sie für jeden Heizkörper einen Zeitplan fest: warm, wenn Sie da sind, abgesenkt in der Nacht und während der Arbeitszeit. Das Absenken lohnt sich vor allem nachts und bei längerer Abwesenheit. In sehr gut gedämmten Häusern kühlen Räume ohnehin langsam aus, dort bringt kurzes Absenken weniger.
Fenster auf, Heizung runter
Das Umweltbundesamt rät, mehrmals täglich etwa fünf Minuten stoßzulüften und die Heizung dabei abzudrehen. Dauerhaft gekippte Fenster lüften wenig und kühlen die Wände aus, was das Schimmelrisiko erhöht. Ein Fenster- und Türkontakt erkennt, wann ein Fenster offen ist, und das System regelt die zugeordneten Thermostate herunter, bis es wieder geschlossen ist. Wie Sie diese Regel in der Zentrale anlegen, zeigt die Anleitung Heizung smart machen.
Absenken, sobald niemand zu Hause ist
Beim Scharfschalten der Alarmanlage weiß das System, dass das Haus leer ist. An diesen Hausmodus lassen sich Temperatur- und Strom-Events koppeln: Die Heizung geht auf Absenktemperatur, beim Unscharfschalten kehrt sie in den gewohnten Zeitplan zurück. So wird die Alarmanlage zum Energiesparschalter, den Sie ohnehin jeden Tag bedienen.
Temperatur und Luftfeuchte messen statt schätzen
Ein Temperatursensor im Raum misst dort, wo Sie sich aufhalten, und nicht direkt am Heizkörper. Der LUPUS Temperatursensor mit Display V2 zeigt Raumtemperatur und Luftfeuchte an, der ZigBee Mini Temperatursensor erfasst beides unauffällig per Klebepad. Die Feuchtewerte helfen beim richtigen Lüften, denn wer im Winter spart, sollte Schimmel im Blick behalten.
Sonne nutzen, Wärme halten
Mit dem Rollladenrelais V2 und dem Lichtsensor lassen sich Rollläden temperaturabhängig und nach Sonnenstand steuern. Tagsüber bleibt Platz für die Wintersonne, abends schließen die Rollläden automatisch und halten die Wärme im Raum. Beispiele finden Sie auf der Seite smarte Rollladensteuerung.
| Automation | Benötigte LUPUS-Komponenten | Wirkung |
|---|---|---|
| Heizplan je Raum | XT-Zentrale, Heizkörperthermostat V2 | Absenken nachts und tagsüber |
| Fenster-auf-Erkennung | Fenster-/Türkontakt V2, Heizkörperthermostat V2 | Kein Heizen beim Lüften |
| Abwesenheitsmodus | XT-Zentrale mit Alarmfunktion, Thermostate, Relais | Heizung und Verbraucher runter, sobald das Haus leer ist |
| Wärme halten | Rollladenrelais V2, Lichtsensor | Sonne nutzen, abends Wärmeverlust bremsen |
| Raumklima prüfen | Temperatursensor mit Display V2, ZigBee Mini Temperatursensor | Richtig heizen und lüften, Schimmel vermeiden |
Die Komponenten für Heizung und Strom

Heizung
LUPUS Heizkörperthermostat V2
automatisch regeln Details →

Fenster-auf-Erkennung
LUPUS Fenster-/Türkontakt V2
Einbruchschutz Details →

Strom messen
LUPUS Funksteckdose mit Stromzähler
abschalten Details →

Experten-Tipp
Nutzen Sie die Fensterkontakte doppelt. Wer ohnehin eine Alarmanlage plant, hat an den Fenstern bereits die Sensoren, die das Smart Home für die Fenster-auf-Erkennung braucht. Eine zusätzliche Regel in der Zentrale genügt, und derselbe Kontakt meldet nachts einen Einbruchversuch und tagsüber das Lüften.
Philip Wolff · Geschäftsführer, LUPUS-ElectronicsStrom
Strom sparen: Verbrauch sichtbar machen und Standby abschalten
Beim Strom liegt der Hebel weniger in einzelnen großen Verbrauchern als in der Summe vieler kleiner. Fernseher, Spielekonsole, Drucker oder Kaffeemaschine ziehen auch im Standby Strom. Nach Angaben der Verbraucherzentrale kann der Standby-Verbrauch in einem Drei-Personen-Haushalt bis zu 15 Prozent der Stromkosten ausmachen, co2online beziffert das Sparpotenzial durch konsequentes Ausschalten auf rund 165 Euro im Jahr.
Ein Smart Home hilft in zwei Schritten. Zuerst messen: Die LUPUS Funksteckdose mit Stromzähler zeigt den Verbrauch des angeschlossenen Geräts in der App, das Unterputzrelais mit Stromzähler V3 übernimmt dasselbe für fest angeschlossene Verbraucher bis 2300 Watt, und der Hauptstromzähler wertet über einen LED-Impulsgeber den Verbrauch des ganzen Hauses grafisch aus. Danach schalten: Geräte, die niemand braucht, gehen per Zeitplan oder beim Verlassen des Hauses vom Netz.
Licht und Weihnachtsbeleuchtung nach Plan
In der dunklen Jahreszeit brennt mehr Licht, oft länger als nötig. Die XT-Zentralen schalten Lichtevents nach Uhrzeit oder Sonnenlauf, sodass Außenlicht und Lichterketten nur in der Dämmerung laufen. Für den Außenbereich eignet sich die LUPUS 2 Kanal Outdoorsteckdose mit Schutzart IP44, im Innenraum der LUPUS Mini Plug, der auch mit Amazon Alexa und Google Home zusammenarbeitet. Wie sich Beleuchtung im Smart Home gestalten lässt, zeigt der Beitrag smarte Lichtsteuerung. Eine zeitgesteuerte Beleuchtung hat einen Nebeneffekt, der gerade im Herbst zählt: Das Haus wirkt bewohnt. Mehr dazu im Ratgeber Einbruchschutz.
Strompreis
Dynamische Stromtarife: Geräte laufen lassen, wenn Strom günstig ist
Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle Stromlieferanten in Deutschland Kunden mit einem intelligenten Messsystem einen dynamischen Stromtarif anbieten. Der Preis ändert sich dann im Tagesverlauf mit dem Börsenstrompreis und ist nachts häufig niedriger als tagsüber. Wer Waschmaschine oder Spülmaschine in die günstigen Stunden verlegt, spart, ohne weniger zu verbrauchen.
Genau dafür ist das strompreisabhängige Schalten gedacht, das der LUPUS Katalog ausdrücklich für die XT4 ausweist. Der Energieanbieter Tibber gehört zu den akkreditierten Partnern, die softwareseitig in das LUPUS System integriert sind. Voraussetzung sind ein dynamischer Tarif, das intelligente Messsystem und Geräte, die über schaltbare Steckdosen oder Relais in die Hausautomation eingebunden sind.
Auswahl
Welche LUPUS-Zentrale passt zum sparsamen Zuhause?
Alle drei XT-Zentralen verbinden Alarmanlage und Hausautomation und unterstützen ZigBee für Smart-Home-Geräte. Sie unterscheiden sich vor allem in Größe und Ausstattung:
| Merkmal | XT1 Plus | XT2 Plus | XT4 |
|---|---|---|---|
| Geeignet für | Wohnung | Haus, Gewerbe | Villa, Firmengebäude |
| Max. Sensoren | 80 | 240 | 480 |
| Heizung, Licht, Rollläden, Szenen | ✓ | ✓ | ✓ |
| Strompreisabhängiges Schalten | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | ✓ |
| Redundanter Alarmweg | nein | 4G/GPRS | LTE |
Nach dem No-Cloud-Prinzip verarbeitet die Zentrale Sensorsignale und Regeln im Haus, Aufzeichnungen bleiben lokal, und jede Verbindung zur Zentrale ist mit 256 bit TLS 1.2 verschlüsselt. Warum das für ein Smart Home wichtig ist, erklärt der Beitrag Smart Home ohne Internetverbindung. Das gesamte Sortiment finden Sie unter LUPUS Smart Home.
Umsetzung
In vier Schritten vor der Heizperiode startklar
Bestand aufnehmen
Heizkörperventile prüfen, meistgenutzte Räume festlegen und die größten Stromverbraucher notieren.
Geräte anlernen
Thermostate, Fensterkontakte und Steckdosen mit Stromzähler an der XT-Zentrale anlernen und den Räumen zuordnen.
Regeln und Zeitpläne anlegen
Heizpläne je Raum, Fenster-auf-Regel, Abwesenheitsszenario und Lichtzeiten einrichten und dem aktiven Profil zuordnen.
Nach zwei Wochen nachjustieren
Verbrauchswerte in der App prüfen, zu kalte oder zu warme Räume anpassen und Stromfresser gezielt abschalten.
FAQ
Häufige Fragen (FAQ)
Kann man mit einem Smart Home wirklich Energie sparen?
Ja, wenn die Automationen zum Alltag passen. Den größten Effekt haben Heizpläne, die Absenkung bei Abwesenheit und das Abschalten der Heizung beim Lüften, weil die Raumwärme rund zwei Drittel des Energieverbrauchs im Haushalt ausmacht. Beim Strom helfen Messsteckdosen, Standby-Verbraucher zu finden und abzuschalten.
Wie viel spart ein smartes Heizkörperthermostat?
Umweltbundesamt und co2online nennen für programmierbare Thermostate eine Einsparung von etwa 10 Prozent, vor allem durch das Absenken nachts und bei Abwesenheit. Wie viel es im Einzelfall ist, hängt von Gebäude, Dämmung und Nutzungsverhalten ab. In sehr gut gedämmten Häusern fällt der Effekt kleiner aus.
Welche Raumtemperatur ist im Winter sinnvoll?
Das Umweltbundesamt empfiehlt rund 20 Grad im Wohnraum, 18 Grad in der Küche und 17 Grad im Schlafzimmer. Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizenergie. Räume sollten aber nicht dauerhaft auskühlen, weil sonst Feuchtigkeit an kalten Wänden kondensieren kann.
Brauche ich für die Fenster-auf-Erkennung eine Alarmanlage?
Sie brauchen eine LUPUS XT-Zentrale, einen Fenster- und Türkontakt und ein Heizkörperthermostat. Da die XT-Zentralen Alarmanlage und Smart Home in einem Gerät vereinen, nutzen Sie die Kontakte auf Wunsch gleichzeitig für den Einbruchschutz.
Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif?
Er lohnt sich vor allem, wenn sich größere Verbraucher zeitlich verschieben lassen, etwa Waschmaschine, Spülmaschine oder Trockner. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem. Seit 2025 müssen alle Stromlieferanten Kunden mit Smart Meter einen solchen Tarif anbieten. Im LUPUS System ist strompreisabhängiges Schalten für die XT4 ausgewiesen.
Funktioniert die Steuerung auch ohne Cloud?
Ja. Die LUPUS XT-Zentralen arbeiten nach dem No-Cloud-Prinzip und führen Regeln und Zeitpläne selbst aus. Für den Zugriff per App von unterwegs und für Dienste wie einen dynamischen Stromtarif ist eine Internetverbindung nötig.
Fazit
Fazit
In der kalten Jahreszeit entscheidet die Heizung über die Energierechnung, und dort wirkt ein Smart Home am stärksten. Heizpläne je Raum, eine Fenster-auf-Erkennung und ein Abwesenheitsmodus sorgen dafür, dass nur geheizt wird, wenn es nötig ist, ohne dass Sie jeden Tag daran denken müssen. Steckdosen und Relais mit Stromzähler machen Stromfresser sichtbar und schalten sie ab, zeitgesteuertes Licht spart Strom und lässt das Haus bewohnt wirken. Mit einer LUPUS XT-Zentrale laufen diese Regeln lokal und im selben System wie die Alarmanlage. Wer vor der Heizperiode startet, hat im ersten Winter Zeit, die Einstellungen an den eigenen Alltag anzupassen.

Über den Autor
Philip Wolff
Geschäftsführer, LUPUS-Electronics GmbH
Philip Wolff ist Mitgründer und Geschäftsführer der LUPUS-Electronics GmbH in Landau in der Pfalz. Das 2004 gegründete Familienunternehmen entwickelt Alarmanlagen, Videoüberwachung und Smart-Home-Sicherheitstechnik, die ohne Cloud-Zwang direkt im Haus arbeitet.