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Überwachungskamera mit Live-Übertragung aufs Handy ohne WLAN: Die besten Lösungen für abgelegene Orte

Das Wichtigste in Kürze

  • Mobilfunk statt Festnetz: Ohne lokales WLAN erfolgt die Datenübertragung zwingend über das 4G (LTE) oder 5G Mobilfunknetz.
  • Zwei Lösungswege: Entweder nutzen Sie eine Kamera mit integriertem SIM-Kartenslot oder verbinden eine Standard-IP-Kamera mit einem LTE/5G-Router.
  • Stromanschluss erforderlich: Beide Lösungen benötigen eine dauerhafte Stromversorgung. Ohne Stromanschluss vor Ort sind diese Systeme nur mit aufwändiger Solartechnik oder großen Batteriebänken realisierbar.
  • Datenvolumen beachten: Live-Streaming verbraucht Daten. Intelligente KI-Erkennung reduziert den Verbrauch, da sie nur bei relevanter Bewegung alarmiert.
  • Investition in Qualität: Professionelle Lösungen liegen preislich deutlich über einfachen Consumer-Kameras, bieten aber Zuverlässigkeit, Datenschutz und Langlebigkeit für gewerbliche und anspruchsvolle private Anwendungen.

Für wen ist dieser Artikel?

Dieser Artikel richtet sich an gewerbliche Anwender (Baustellenbetreiber, Landwirte mit großen Flächen, Industriebetriebe) und anspruchsvolle Privatnutzer, die Wert auf professionelle Sicherheitstechnik, Datenschutz und langfristige Zuverlässigkeit legen.

Wichtig zu wissen: Die hier vorgestellten Lösungen erfordern einen dauerhaften Stromanschluss und liegen preislich im professionellen Segment. Wenn Sie eine einfache Plug & Play-Lösung für unter 300 Euro suchen, sind Consumer-Kameras mit Akku und SIM-Kartenslot möglicherweise besser geeignet – allerdings mit Kompromissen bei Datenschutz, Zuverlässigkeit und Bildqualität.

Ob der abgelegene Pferdestall, das Ferienhaus im Wald, die Baustelle ohne verlegtes Festnetz oder große Lagerflächen im Außenbereich: Es gibt viele Orte, die geschützt werden müssen, aber nicht über die klassische Infrastruktur verfügen. Eigentümer stehen dabei oft vor einer Herausforderung: Wie bekomme ich ein Live-Bild auf mein Smartphone, wenn kein WLAN-Router in Reichweite ist?

Die gute Nachricht ist: Die Technik hat sich massiv weiterentwickelt. War früher eine teure Funkstrecke oder Satellitenanbindung nötig, lässt sich heute über das Mobilfunknetz eine Hochgeschwindigkeits-Live-Übertragung realisieren, die in Qualität und Zuverlässigkeit einem Festnetzanschluss kaum nachsteht. Wer eine Überwachungskamera mit Live-Übertragung auf das Handy ohne WLAN sucht, steht im Wesentlichen vor der Wahl zwischen zwei technischen Herangehensweisen: Der All-in-One-Lösung für Industrieanwendungen und der flexiblen Router-Lösung für anspruchsvolle Projekte. Wir beleuchten beide Wege, damit Sie die richtige Entscheidung für Ihre Sicherheit treffen können.

Herausforderung Mobilfunk: Was Sie grundsätzlich wissen müssen

Bevor wir in die Hardware einsteigen, ist das Verständnis der Übertragungstechnik essenziell. Wenn das lokale WLAN fehlt, muss die Kamera das Internet über eine SIM-Karte erreichen, ähnlich wie Ihr Smartphone. Das bedeutet, dass Sie für den Standort zwingend einen Mobilfunkempfang (mindestens 4G/LTE, besser 5G) benötigen.

Ein entscheidender Faktor ist hierbei das Datenvolumen. Eine Kamera, die 24 Stunden am Tag einen Livestream sendet, würde gigantische Datenmengen verbrauchen. Daher setzen moderne professionelle Systeme auf "Event-basierte" Übertragung. Das bedeutet: Die Kamera überwacht lokal, und erst wenn die intelligente Software – etwa durch KI-gestützte Personenerkennung – ein relevantes Ereignis registriert, bekommen Sie eine Push-Nachricht und greifen dann live auf das Bild zu. Dies schont das Datenvolumen Ihrer SIM-Karte und Ihre Aufmerksamkeit.

Die Stromfrage: Der entscheidende Faktor

Bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden, müssen Sie die Stromversorgung klären. Sowohl die High-End 5G-Kamera als auch die Router-Kombination benötigen eine dauerhafte Stromquelle. Eine Router-Kamera-Kombination verbraucht kontinuierlich 10 bis 20 Watt. Das bedeutet:

  • Eine Standard-Autobatterie (60 Ah) ist nach etwa 36 Stunden leer
  • Für 24/7-Betrieb ohne Netzanschluss benötigen Sie entweder ein großes Solarpanel mit entsprechender Batteriebank oder einen Dieselgenerator
  • In den Wintermonaten reicht die Sonnenenergie in Deutschland oft nicht aus, um den Dauerbetrieb zu gewährleisten

Unsere ehrliche Einschätzung: Wenn an Ihrem Standort kein Stromanschluss verfügbar ist und Sie keine professionelle Solaranlage installieren können, sind die hier vorgestellten Lösungen nur eingeschränkt geeignet. Reine Akku-Kameras mit integrierter SIM-Karte sind für solche Szenarien die praktischere Alternative, auch wenn sie Kompromisse bei Bildqualität und Zuverlässigkeit mit sich bringen.

Lösung 1: Die flexible Router-Kombination (Für anspruchsvolle Projekte)

Für gewerbliche Anwendungen und anspruchsvolle Privatnutzer, die über einen Stromanschluss verfügen, bietet die Kombination aus einem hochwertigen IP-Kamerasystem und einem mobilen LTE/5G-Router maximale Flexibilität und Kontrolle über ihre Sicherheitstechnik.

Hierbei erwerben Sie einen handelsüblichen LTE-Router (bekannt als "GigaCube" oder industrielle Router von Marken wie Teltonika) und stecken dort die SIM-Karte ein. Der Router baut das Internet auf und stellt vor Ort ein lokales WLAN oder LAN-Ports zur Verfügung.

Der Vorteil dieser Methode

Sie sind in der Wahl der Kamera völlig frei und können ein System aufbauen, das exakt Ihren Anforderungen entspricht. Sie können beispielsweise die leistungsstarke LUPUS LE213 WLAN nutzen. Diese Kamera bietet 3 Megapixel Auflösung, KI-gestützte Personenerkennung und aktive Täteransprache per Sirene und Licht. Alternativ eignen sich auch kabelgebundene LAN-Kameras wie die LUPUS LE221, falls Sie eine stabilere Verbindung per Netzwerkkabel bevorzugen.

Die LE213 Alarmkamera im Einsatz

In diesem Video sehen Sie, wie die LE213 Alarmkamera einen Einbrecher erkennt, der unbefugt das Grundstück betritt. Nachdem der Täter über das Tor geklettert ist, können Sie beobachten, wie die Kamera automatisch reagiert:

  • Intelligente Verfolgung: Sie verfolgt jede seiner Bewegungen präzise.

  • Aktive Abschreckung: Das Weißlicht wird aktiviert, um den Bereich auszuleuchten.

  • Direkte Ansprache: Die automatische Täteransprache startet sofort.

Wie Sie im Video sehen, ergreift der Einbrecher daraufhin umgehend die Flucht.

LUPUS-Vorteil: Router-Kamera-Bundle für den Einstieg

Um Ihnen den Einstieg in die professionelle Mobilfunk-Überwachung zu erleichtern, empfehlen wir die Kombination aus einem industrietauglichen LTE-Router und unserer bewährten LUPUS LE213 WLAN. Diese Lösung bietet Ihnen professionelle Sicherheitstechnik zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was Sie benötigen:

  • Einen LTE/5G-Router mit SIM-Kartenslot (ab ca. 200 Euro)
  • Eine LUPUS LE213 WLAN Kamera
  • Einen Mobilfunkvertrag mit ausreichend Datenvolumen (ab 10 GB/Monat)
  • Einen dauerhaften Stromanschluss vor Ort

Für eine persönliche Beratung zur optimalen Systemkonfiguration für Ihr Projekt kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular.

So sieht der Aufbau aus:

  1. Der 5G-Router wird am Standort platziert und mit Strom versorgt. Er baut die Verbindung zum Mobilfunknetz auf.
  2. Die LUPUS LE213 WLAN wird mit dem WLAN des Routers verbunden.
  3. Alternativ: Wenn Sie Kabel bevorzugen, verbinden Sie eine Kamera per LAN-Kabel direkt mit dem Router.
  4. Über die LUPUS-App greifen Sie nun von überall auf den Router und damit auf die Kamera zu.

Diese Lösung ist modular. Geht der Router kaputt, tauschen Sie nur den Router. Wollen Sie später doch Festnetz-Internet in das Gebäude legen, können Sie die Kamera einfach weiterverwenden und ins neue Netzwerk integrieren. Zudem lassen sich so auch weitere Komponenten, wie etwa eine XT2 Plus Alarmzentrale, über denselben Router mobil anbinden.

Lösung 2: High-End Security trifft Mobilfunk: Die LE250 5G Industrie-Lösung.

Für Anwendungen, bei denen Ausfallsicherheit absolute Priorität hat – etwa Baustellensicherung mit hohen Sachwerten, kritische Infrastrukturen oder Industriegelände – bietet sich eine integrierte 5G-Kamera an. Diese Geräte benötigen lediglich eine Stromquelle und eine aktive SIM-Karte. Sie sind sofort einsatzbereit und minimieren Fehlerquellen, da keine externe Verkabelung zu einem Router nötig ist.

Für solche gewerblichen Anwendungen und kritische Infrastrukturen hat LUPUS Electronics die LE250 5G entwickelt. Im Gegensatz zu einfachen Consumer-Modellen, die oft nur über wackelige 4G-Verbindungen verfügen, nutzt dieses Modell den neusten 5G-Standard mit einem automatischen Fallback auf 4G, falls das 5G-Netz kurzzeitig nicht verfügbar sein sollte.

Warum Profi-Hardware den Unterschied macht

Viele günstige Modelle auf dem Markt arbeiten mit Cloud-Zwang. Das bedeutet, das Bild Ihrer Überwachungskamera wandert erst auf einen Server in Übersee, bevor es auf Ihrem Handy landet. Gerade bei sensiblen Bereichen ist das datenschutzrechtlich bedenklich. Die LE250 5G hingegen ist "VPN ready" (OpenVPN). Sie können also eine gesicherte Direktverbindung in Ihr Firmennetzwerk oder zu Ihrem Endgerät aufbauen – ganz ohne Cloud-Zwang.

Zudem bietet diese Hardwareklasse Funktionen, die weit über das reine "Sehen" hinausgehen:

  • Aktive Abschreckung: Erkennt die KI einen Eindringling (Mensch oder Fahrzeug), kann die Kamera automatisch Flutlicht aktivieren oder Eindringlinge per Lautsprecher ansprechen. Das verhindert den Einbruch, bevor er passiert.
  • Extreme Sicherheit gegen Sabotage: Da die Kamera nicht an einem Internetkabel hängt, das man kappen könnte, ist sie gesichert gegenüber physischer Sabotage der Telefonleitung. Solange Strom da ist (oder eine USV verwendet wird), sendet die Kamera.
  • Bildqualität: Mit 8 Megapixeln, einem motorisierten Zoomobjektiv (2,7mm bis 12mm) und einer IR-Nachtsicht bis zu 120 Metern leuchtet sie Areale aus, die normale WLAN-Kameras im Dunkeln lassen würden.

Diese Lösung ist mit einem UVP von 2999,- Euro eine Investition für professionelle Anwendungen, bei denen Werte geschützt werden müssen und Ausfallsicherheit oberste Priorität hat. Die LE250 5G ist eine spezialisierte Industrielösung, die nicht im regulären Online-Shop verfügbar ist. Interessenten für diese projektspezifisch konfigurierbare Kamera wenden sich bitte direkt über unser Kontaktformular an den LUPUS-Service.

Lassen Sie sich für Ihr Projekt individuell von unseren Spezialisten beraten, telefonisch unter +49 (0) 6341 93 553 - 0.

Professionelle Sicherheit vs. Consumer-Lösungen: Ein ehrlicher Vergleich

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Consumer-Kameras mit integrierter SIM-Karte und Akkubetrieb im Preissegment von 150 bis 300 Euro. Diese Geräte haben ihre Berechtigung für einfache Überwachungsaufgaben und Standorte ohne Stromversorgung. Allerdings sollten Sie die Unterschiede kennen:

Vorteile von Consumer-Kameras:

  • Günstig in der Anschaffung
  • Einfache Installation ohne technisches Wissen
  • Funktionieren auch ohne Stromanschluss (Akkubetrieb)
  • Kompakte Bauweise

Nachteile von Consumer-Kameras:

  • Cloud-Zwang: Viele Modelle funktionieren nur über Cloud-Server in Drittländern. Ihre Videostreams werden über Server geleitet, auf die Sie keine Kontrolle haben.
  • Begrenzte Akkulaufzeit: Bei aktiver Nutzung müssen Akkus oft wöchentlich oder alle paar Tage aufgeladen werden.
  • Eingeschränkte Bildqualität: Meist niedrigere Auflösung und schlechtere Nachtsicht als professionelle Systeme.
  • Abo-Modelle: Viele Funktionen wie Cloud-Aufzeichnung sind nur gegen monatliche Gebühren verfügbar.
  • Keine Integration: Diese Kameras lassen sich meist nicht in professionelle Alarmsysteme oder Smarthome-Lösungen einbinden.

Vorteile professioneller LUPUS-Lösungen:

  • Datenschutz: Kein Cloud-Zwang. Ihre Daten bleiben in Ihrer Hand. VPN-Verbindungen für maximale Sicherheit.
  • Zuverlässigkeit: 24/7-Betrieb ohne Akkuwechsel, deutlich längere Lebensdauer der Hardware.
  • Bildqualität: Hochauflösende Sensoren, professionelle Nachtsicht, wetterbeständige Gehäuse (IP66/IP67).
  • Erweiterbarkeit: Integration in Alarmanlagen, Einbindung mehrerer Kameras, Anbindung von Sensoren und Aktoren.
  • KI-Funktionen: Intelligente Personenerkennung reduziert Fehlalarme und Datenverbrauch erheblich.

Unsere Empfehlung: Für gelegentliche Überwachung eines Gartenhäuschens oder einer Wiese ohne Stromanschluss kann eine Consumer-Kamera ausreichen. Für gewerbliche Anwendungen, Ferienhäuser mit Werten oder landwirtschaftliche Betriebe mit Tieren empfehlen wir jedoch die professionelle Router-Lösung oder bei höchsten Anforderungen die LE250 5G.

Praktische Tipps für die Installation ohne WLAN

Der Betrieb über das Mobilfunknetz hat seine Tücken. Werden diese bei der Planung beachtet, läuft das System jahrelang wartungsfrei.

1. SIM-Karte und Tarif richtig wählen

Verzichten Sie auf Prepaid-Karten, die manuell aufgeladen werden müssen. Wenn das Guthaben mitten in der Nacht leer ist, sind Sie blind. Ein Vertrag mit monatlichem Datenvolumen ist ratsamer. Für eine reine Ereignisüberwachung (Push bei Alarm, kurzes Reinschauen) reichen oft 5 bis 10 GB im Monat. Wollen Sie jedoch dauerhaft aufzeichnen oder häufig streamen, sollten Sie Tarife mit "Unlimited Data" in Betracht ziehen.

2. Die "PIN-Falle" vermeiden

Ein klassischer Anfängerfehler: Die SIM-Karte kommt frisch vom Provider und hat noch die Standard-PIN aktiviert. Legen Sie die Karte zuerst in ein Smartphone ein und deaktivieren Sie die PIN-Abfrage in den Einstellungen. Kameras und viele Router können sich oft nicht einwählen, wenn die SIM-Karte durch eine PIN gesperrt ist.

3. Ausrichtung und Signalstärke

Nur weil Ihr Handy am Standort Empfang hat, heißt das nicht, dass er stabil genug für Videoübertragung ist (Upload-Geschwindigkeit ist hier wichtiger als Download!). Testen Sie an der Montageposition den Upload-Speed (z. B. mit der App "Speedtest"). Montieren Sie den Router oder die 5G-Kamera so hoch wie möglich, um Hindernisse zu vermeiden.

4. Realistische Stromplanung

Rechnen Sie ehrlich: Eine Router-Kamera-Kombination verbraucht kontinuierlich 10-20 Watt. Das sind 240-480 Wattstunden pro Tag oder 7,2-14,4 kWh pro Monat. Wenn Sie auf Solar setzen, benötigen Sie im Winter mindestens ein 100-Watt-Panel mit einer 100-Ah-Batteriebank, um durchgängigen Betrieb zu gewährleisten. Planen Sie lieber großzügig, denn wenige Sonnenstunden und hoher Verbrauch sind im Winter eine kritische Kombination.

Schritt-für-Schritt: Einrichtung der Router-Variante

Da die Router-Lösung für viele Anwender die zugänglichste ist, hier eine kurze Anleitung zur Inbetriebnahme:

  1. Router vorbereiten: SIM-Karte (ohne PIN) einlegen, Router einschalten und mit einem Laptop verbinden. Konfigurieren Sie den WLAN-Namen (SSID) und ein starkes Passwort.
  2. Kamera vorbereiten: Schließen Sie Ihre LUPUS-Kamera (z. B. die LE213) an den Strom an. Nutzen Sie die LUPUS-App zur Ersteinrichtung.
  3. Verbindung herstellen: In der App scannen Sie den QR-Code der Kamera. Wählen Sie nun das WLAN-Netzwerk aus, das Ihr mobiler Router aussendet.
  4. Fernzugriff testen: Deaktivieren Sie das WLAN an Ihrem Handy (so simulieren Sie, dass Sie unterwegs sind). Öffnen Sie die App. Sehen Sie das Live-Bild? Wenn ja, ist die Einrichtung geglückt.
  5. Montage: Bringen Sie die Kamera am Bestimmungsort an. Achten Sie bei Außenmontage auf die Schutzklasse (die LE213 hat IP66 und ist wetterfest, die LE250 5G verfügt über IP67).

Sollten Sie bei der Einrichtung Hilfe benötigen, finden Sie in unserem FAQ & Hilfe-Bereich detaillierte Handbücher oder können uns direkt kontaktieren.

Häufige Fehler vermeiden

  • Unzureichende Stromversorgung: Der häufigste Fehler. Eine Router-Kamera-Kombination kann nicht mit einem kleinen Solarpanel betrieben werden. Planen Sie entweder einen festen Stromanschluss ein oder investieren Sie in eine ausreichend dimensionierte Solar-Batterie-Kombination (mindestens 100W Panel + 100Ah Batterie).
  • Kein Upload-Speed: Videoübertragung braucht "Upload". Ein schwaches E-Netz (Edge) reicht nicht für Live-Bilder. Prüfen Sie vor dem Kauf die Netzabdeckung der Telekom, Vodafone oder O2 für genau jenen Standort.
  • Fehlende Redundanz: Bei kritischer Überwachung sollte bei Stromausfall eine Meldung erfolgen. Die LUPUS XT-Zentralen haben dafür Puffer-Akkus. Eine reine Kamera geht bei Stromausfall aus. Überlegen Sie, ob eine Integration in ein Alarmsystem sinnvoll ist.
  • Zu kleine Datenpakete: 5 GB reichen nur bei sehr sporadischer Nutzung. Kalkulieren Sie realistisch: Ein 5-minütiger Live-Check in HD verbraucht etwa 15-25 MB. Bei täglicher Kontrolle sind 10-20 GB Tarife empfehlenswert.

Fazit: Professionelle Überwachung für anspruchsvolle Anwendungen

Das Fehlen von WLAN ist im Jahr 2026 kein Hindernis mehr für professionelle Sicherheit – vorausgesetzt, Sie haben einen Stromanschluss vor Ort oder sind bereit, in eine leistungsfähige Solaranlage zu investieren. Ob Sie sich für die High-End-Variante mit der LUPUS LE250 5G für kritische Industrieanwendungen entscheiden oder für die flexible Router-Lösung mit einer LUPUS LE213 für Ihr Ferienhaus oder Ihren landwirtschaftlichen Betrieb: Die Technik ist ausgereift und zuverlässig.

Wichtig ist, dass Sie auf Qualität setzen und realistisch planen. Eine Verbindung über das Mobilfunknetz erfordert stabile Hardware, intelligente Datenkomprimierung (wie H.265 bei LUPUS) und vor allem eine zuverlässige Stromversorgung. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, erhalten Sie ein System, das in Sachen Datenschutz, Zuverlässigkeit und Bildqualität Consumer-Lösungen deutlich überlegen ist.

Für eine persönliche Beratung zu Ihrer spezifischen Situation kontaktieren Sie uns gerne. Wir helfen Ihnen dabei, die optimale Lösung für Ihre Anforderungen zu finden – ehrlich, kompetent und ohne Ihnen ein System zu verkaufen, das für Ihre Anwendung nicht passt.

Besuchen Sie unseren Shop für Alarm & Smarthome, um sich inspirieren zu lassen, wie Sie Kameras auch mobil mit Rauchmeldern oder Wassersensoren kombinieren können, um Ihre abgelegene Immobilie ganzheitlich zu schützen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich eine Überwachungskamera ohne Internet und WLAN nutzen?

Ja, aber nur für die lokale Aufzeichnung auf eine SD-Karte. Wenn Sie jedoch eine Live-Übertragung auf das Handy wünschen, ist eine Internetverbindung zwingend notwendig. Ohne WLAN vor Ort muss diese Verbindung über das Mobilfunknetz (4G/5G) mittels SIM-Karte hergestellt werden.

Wie viel Datenvolumen verbraucht eine Überwachungskamera mit SIM-Karte?

Das hängt stark von der Nutzung ab. Im Leerlauf verbraucht die Kamera fast nichts. Ein Live-Stream in HD-Qualität kann jedoch ca. 2 bis 5 MB pro Minute verbrauchen, abhängig von Bewegung im Bild und der verwendeten Komprimierung (H.265 reduziert den Verbrauch deutlich). Bei reiner Alarm-Übermittlung (Push-Nachricht bei Bewegung) reichen oft Tarife mit 5–10 GB im Monat aus. Für dauerhaftes Streaming sind Flatrates (Unlimited) nötig.

Ist eine 5G-Kamera besser als eine LTE-Kamera?

5G bietet geringere Latenzzeiten (Verzögerung) und stabilere Verbindungen bei hoher Netzauslastung. Geräte wie die LUPUS LE250 5G profitieren davon durch extrem schnelle Bildübertragung. Für normale Überwachungszwecke ist 4G/LTE jedoch oft noch ausreichend.

Was passiert bei Stromausfall?

Die meisten Überwachungskameras benötigen Strom aus der Steckdose oder einem Netzteil. Fällt der Strom aus, ist die Kamera aus – es sei denn, sie ist an eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) oder eine große Batterie (bei Solarbetrieb) angeschlossen. Integrierte Alarmanlagen wie die LUPUS XT-Serie verfügen über interne Notstromakkus.

Funktioniert eine Router-Kamera-Kombination auch ohne Stromanschluss?

Technisch ja, praktisch nur sehr eingeschränkt. Eine Router-Kamera-Kombination verbraucht kontinuierlich 10-20 Watt (240-480 Wh pro Tag). Für 24/7-Betrieb ohne Netzanschluss benötigen Sie eine leistungsfähige Solaranlage (mindestens 100W Panel) mit einer großen Batteriebank (mindestens 100 Ah). In den sonnenarmen Wintermonaten wird selbst das kritisch. Für Standorte ohne Stromversorgung sind Akku-Kameras mit SIM-Karte die praktischere, wenn auch weniger leistungsfähige Alternative.

Warum keine günstige Consumer-Kamera mit SIM-Karte?

Consumer-Kameras haben ihre Berechtigung für einfache Anwendungen. Die meisten funktionieren jedoch nur über Cloud-Server in Drittländern, haben begrenzte Akkulaufzeit und niedrigere Bildqualität. Für gewerbliche Anwendungen oder wenn Ihnen Datenschutz wichtig ist, empfehlen wir professionelle Lösungen. Diese sind in der Anschaffung teurer, bieten aber deutlich mehr Zuverlässigkeit, Sicherheit und Langlebigkeit.

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