Überwachungskamera mit Live-Übertragung auf Handy ohne WLAN - Welche Möglichkeiten gibt es?

Stellen Sie sich vor: Sie besitzen ein Ferienhaus in den Bergen, eine Baustelle am Stadtrand oder eine Pferdekoppel fernab jeder Infrastruktur. Der nächste Router ist Kilometer entfernt, und trotzdem möchten Sie wissen, was vor Ort passiert. Sie greifen zum Handy, öffnen eine App und sehen live, wie der Handwerker am Rohbau arbeitet oder ob Ihre Pferde wohlauf sind. Klingt nach Zukunftsmusik? Ist es nicht. Die Technik existiert bereits heute.

Eine Überwachungskamera mit Live-Übertragung auf Handy ohne WLAN ist längst keine Nischenlösung mehr. Immer mehr Menschen suchen nach Möglichkeiten, ihre Objekte unabhängig von klassischen Internetanschlüssen zu überwachen. Doch zwischen günstigen Gadgets aus dem Internet und professionellen Sicherheitssystemen liegen Welten. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie nicht nur, wie die Technik funktioniert, sondern auch, worauf Sie achten müssen, wenn Sie echte Sicherheit statt bloßer Spielerei wollen.

Kein WLAN, kein Problem? Warum klassische Überwachung oft scheitert

WLAN ist praktisch, keine Frage. Zu Hause verbindet sich die Kamera mit dem Router, und schon können Sie von überall auf der Welt zusehen. Doch diese Rechnung geht nur auf, wenn tatsächlich ein stabiles Heimnetzwerk vorhanden ist. In der Realität sieht das oft anders aus.

Denken Sie an typische Szenarien: Ein Ferienhaus im Schwarzwald, das Sie nur wenige Wochen im Jahr nutzen. Lohnt sich dafür ein permanenter Internetanschluss? Oder eine Baustelle, die sich über Monate hinzieht und bei der teures Baumaterial über Nacht unbeaufsichtigt bleibt. Vielleicht besitzen Sie auch eine Lagerhalle am Stadtrand, einen Pferdestall oder ein Gartenhaus mit wertvollen Werkzeugen.

All diese Orte haben eines gemeinsam: WLAN ist entweder gar nicht verfügbar oder wäre unverhältnismäßig teuer und aufwendig zu installieren. Genau hier kommen Überwachungskameras ins Spiel, die völlig unabhängig vom klassischen Internet funktionieren.

Die entscheidende Frage lautet: Wie bekomme ich trotzdem ein Live-Bild auf mein Smartphone? Und vor allem: Wie stelle ich sicher, dass diese Lösung nicht nur praktisch, sondern auch wirklich sicher ist?

So funktionieren LTE-Überwachungskameras mit SIM-Karte

Das Grundprinzip ist denkbar einfach: Anstatt sich mit einem WLAN-Router zu verbinden, nutzt die Kamera das Mobilfunknetz. Technisch funktioniert das genauso wie bei Ihrem Smartphone. Sie stecken eine SIM-Karte in die Kamera, und diese baut eine eigene Internetverbindung über LTE (4G) oder mittlerweile auch 5G auf.

Das bedeutet: Überall dort, wo Sie mit Ihrem Handy telefonieren oder surfen können, funktioniert prinzipiell auch eine LTE-Überwachungskamera. Die Kamera sendet das Videosignal über das Mobilfunknetz an einen Server oder direkt an Ihre App, und Sie können von überall auf der Welt zusehen, was vor der Kamera passiert.

Die gängigen Kameratypen für Überwachung ohne WLAN

Im Handel finden Sie verschiedene Varianten von Kameras ohne WLAN-Zwang. Jede hat ihre Berechtigung, aber auch ihre Grenzen.

Standalone-LTE-Kameras sind kompakte Geräte, bei denen alles in einem Gehäuse steckt: Kamera, SIM-Kartenslot und oft auch ein Akku. Sie installieren das Gerät, stecken eine SIM-Karte ein, laden die zugehörige App herunter, und theoretisch war es das. Bekannte Vertreter sind die Reolink Go-Serie oder Arlo Go. Der Vorteil liegt in der einfachen Installation. Der Nachteil: Jede einzelne Kamera benötigt eine eigene SIM-Karte mit Datentarif.

Solar-betriebene Funk-Kameras gehen noch einen Schritt weiter in Richtung Autarkie. Sie kombinieren die LTE-Technik mit einem Solarpanel und einem leistungsfähigen Akku. Tagsüber lädt die Sonne den Akku, nachts arbeitet die Kamera mit der gespeicherten Energie. Diese Lösung eignet sich besonders für völlig abgelegene Standorte, an denen weder Internet noch Strom verfügbar ist, etwa auf Weideland, an Waldrändern oder auf temporären Baustellen.

Wildkameras mit Mobilfunkfunktion bilden eine Sonderkategorie. Diese oft getarnten Geräte stammen ursprünglich aus dem Jagdbereich und sind darauf optimiert, bei erkannter Bewegung Fotos oder kurze Videos aufzunehmen und per MMS oder App-Push zu versenden. Sie eignen sich weniger für permanente Videoüberwachung, sondern eher für diskrete Beobachtung und Dokumentation.

Was Sie für die Überwachungskamera mit SIM-Karte benötigen

Unabhängig vom gewählten Kameratyp brauchen Sie drei Dinge: die Hardware (also die Kamera selbst), eine SIM-Karte mit Datentarif und eine Stromversorgung.

Bei der SIM-Karte haben Sie verschiedene Optionen. Viele Nutzer greifen zu günstigen Prepaid-Tarifen oder nutzen eine Multi-SIM ihres bestehenden Handyvertrags. Für gelegentliches Live-Schauen und Push-Benachrichtigungen bei Bewegung reichen oft schon ein bis zwei Gigabyte Datenvolumen pro Monat. Ständiges Live-Streaming in hoher Auflösung verbraucht hingegen deutlich mehr.

Entscheidend ist außerdem der Mobilfunkempfang am Einsatzort. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der gewählte Anbieter (Telekom, Vodafone, O2) an Ihrem Standort stabilen LTE-Empfang bietet. Eine Kamera mit voller Akkuladung und eingelegter SIM-Karte nützt wenig, wenn das Funksignal zu schwach ist.

Sicherheitsrisiken bei günstigen 4G-Kameras: Der Realitätscheck

Auf dem Papier klingen Standalone-LTE-Kameras nach der perfekten Lösung: kaufen, aufstellen, fertig. Die Realität ist komplizierter. Als Sicherheitsexperten sehen wir bei LUPUS Electronics täglich, welche Probleme Kunden mit vermeintlich einfachen Lösungen haben.

Hackerangriffe auf Überwachungskameras: Ein unterschätztes Risiko

Jede LTE-Kamera ist im Grunde ein kleiner Computer, der permanent mit dem Internet verbunden ist. Und alles, was mit dem Internet verbunden ist, kann prinzipiell angegriffen werden. Bei günstigen Kameras aus Fernost ist die Firmware oft veraltet, Sicherheitsupdates kommen selten oder gar nicht, und die Verschlüsselung entspricht nicht europäischen Standards.

Das mag paranoid klingen, ist aber ein reales Problem. Immer wieder tauchen Berichte über gehackte Überwachungskameras auf, deren Bilder plötzlich im Internet kursieren. Besonders kritisch wird es, wenn die Kamera Ihr Zuhause oder Geschäftsräume überwacht. Ein Angreifer, der Zugriff auf Ihre Kamera erhält, weiß nicht nur, wann Sie zu Hause sind, sondern auch, wann nicht.

Versteckte Kosten bei Mobilfunk-Überwachungskameras

Was auf den ersten Blick günstig erscheint, summiert sich schnell. Nehmen wir an, Sie möchten drei Kameras installieren, um verschiedene Bereiche Ihres Grundstücks abzudecken. Bei Standalone-Lösungen benötigt jede einzelne Kamera eine eigene SIM-Karte mit eigenem Datentarif. Bei monatlichen Kosten von fünf bis zehn Euro pro Karte landen Sie schnell bei dreißig Euro oder mehr pro Monat, nur für das Datenvolumen. Über die Jahre kommen beträchtliche Summen zusammen.

Cloud-Speicher vs. lokale Speicherung: Das Speicherdilemma

Wohin mit den Aufnahmen? Hier offenbart sich das nächste Problem günstiger LTE-Kameras. Entweder landen die Videos in einer Cloud des Herstellers, oft auf Servern im Ausland, deren Datenschutzstandards zweifelhaft sind. Oder die Aufnahmen werden lokal auf einer SD-Karte in der Kamera gespeichert.

Beide Varianten haben ihre Tücken. Cloud-Speicher bedeutet Abhängigkeit vom Hersteller und laufende Abo-Kosten. Und die SD-Karte? Die nimmt ein kluger Einbrecher einfach mit, zusammen mit der Kamera. Dann haben Sie zwar eine Benachrichtigung auf dem Handy erhalten, aber keinerlei verwertbares Beweismaterial mehr.

Qualität statt Kompromisse: Die LUPUS-Philosophie bei Videoüberwachung

Vielleicht fragen Sie sich jetzt: Warum gibt es von LUPUS Electronics keine einfache LTE-Kamera, die ich schnell installieren kann? Die Antwort hat mit unserem Anspruch an echte Sicherheit zu tun.

Wir könnten problemlos eine günstige LTE-Kamera ins Sortiment nehmen. Technisch wäre das kein Problem. Aber wir würden damit unseren Qualitätsanspruch verraten. Denn eine isolierte Kamera mit direkter Internetverbindung ist, wie oben beschrieben, ein Sicherheitsrisiko. Sie bietet Schein-Sicherheit: ein gutes Gefühl, aber keinen echten Schutz.

Bei LUPUS setzen wir auf Systemlösungen Made in Germany. Das bedeutet: professionelle Verschlüsselung, lokale Datenhaltung ohne Cloud-Zwang und ein durchdachtes Zusammenspiel verschiedener Sicherheitskomponenten. Wir wollen nicht das Gefühl von Sicherheit verkaufen, sondern tatsächliche Sicherheit liefern.

Das mag auf den ersten Blick komplizierter erscheinen als eine All-in-One-Kamera. Doch wer einmal verstanden hat, wie das LUPUS-System funktioniert, wird die Vorteile schnell zu schätzen wissen.

Die LUPUS Alarmzentrale als Gateway: Live-Bilder aufs Handy ohne WLAN

Anstatt jede Kamera einzeln ins Mobilfunknetz zu bringen, verfolgt LUPUS einen anderen Ansatz: Eine zentrale Einheit, die Alarmzentrale, übernimmt die Kommunikation mit der Außenwelt. Die Kameras selbst bleiben im sicheren lokalen Netzwerk und kommunizieren nur mit dieser Zentrale. Erst die Zentrale stellt bei Bedarf die Verbindung zum Internet her, wahlweise per LAN, WLAN oder eben per LTE-Mobilfunk.

So funktioniert die LUPUSEC Alarmzentrale mit LTE

Im Zentrum steht eine unserer bewährten Alarmzentralen, etwa die LUPUS XT2 Plus oder die LUPUS XT4. Diese Geräte sind weit mehr als simple Router. Sie sind das Gehirn Ihres Sicherheitssystems.

Die Zentralen verfügen über einen integrierten SIM-Kartenslot. Stecken Sie dort eine Mobilfunk-SIM ein, und Ihr gesamtes Sicherheitssystem ist unabhängig vom WLAN. Die Zentrale baut die LTE-Verbindung auf und fungiert als Gateway: Sie bündelt alle Daten Ihrer Kameras und Sensoren und sendet sie verschlüsselt an Ihr Smartphone.

Alternativ nutzen Sie das LTE-Modul als Backup-Verbindung: Im Normalfall kommuniziert die Zentrale über Ihr vorhandenes LAN oder WLAN. Fällt diese Verbindung aus, etwa weil ein Einbrecher den Router deaktiviert, schaltet das System automatisch auf Mobilfunk um. Sie werden weiterhin alarmiert, selbst wenn die Stromversorgung gekappt wird.

Schritt für Schritt: Kamera und Zentrale verbinden

Der praktische Aufbau ist unkomplizierter als er zunächst klingen mag. Im ersten Schritt bestücken Sie die Alarmzentrale mit einer SIM-Karte eines beliebigen Mobilfunkanbieters. Die Zentrale erkennt die Karte automatisch und stellt die Verbindung her.

Im zweiten Schritt verbinden Sie Ihre Kameras mit der Zentrale. Je nach Modell geschieht das per Netzwerkkabel (bei PoE-Kameras wie der LUPUS LE232) oder per WLAN (bei Modellen wie der LUPUS LE202 WLAN). Die Kameras kommunizieren ausschließlich mit der Zentrale, nicht direkt mit dem Internet. Das erhöht die Sicherheit erheblich.

Im dritten Schritt richten Sie die LUPUS-App auf Ihrem Smartphone ein. Über diese App sehen Sie Live-Bilder, erhalten Push-Benachrichtigungen bei Alarm und steuern Ihr gesamtes System, egal wo Sie sich gerade befinden.

Lokale Videospeicherung: Ihre Daten bleiben bei Ihnen

Ein wesentlicher Vorteil des LUPUS-Systems ist die vollständige Kontrolle über Ihre Daten. Die Videoaufnahmen werden nicht in irgendeiner Cloud gespeichert, sondern lokal, entweder auf der Zentrale selbst, auf SD-Karten in den Kameras oder auf einem dedizierten Netzwerk-Rekorder wie dem LUPUS LE926 4K NVR.

Dieser Rekorder steht sicher in Ihrem Gebäude, beispielsweise in einem abgeschlossenen Technikraum. Selbst wenn ein Einbrecher eine Außenkamera entfernt, sind die Aufnahmen bereits auf dem Rekorder gesichert. Sie haben Beweismaterial, das Sie der Polizei übergeben können.

Systemlösung vs. Einzelkamera: Diese Vorteile bietet das LUPUS-Konzept

Der Vergleich zwischen einer günstigen LTE-Einzelkamera und dem LUPUS-Systemansatz offenbart deutliche Unterschiede in mehreren entscheidenden Bereichen.

Datenschutz ohne Cloud-Zwang

Bei vielen günstigen LTE-Kameras landen Ihre privaten Aufnahmen auf Servern in China oder den USA. Sie wissen nicht, wer Zugriff darauf hat, wie lange die Daten gespeichert werden und was damit geschieht. Mit dem LUPUS-System bleiben alle Daten in Ihrer Hand. Die lokale Speicherung auf dem Rekorder oder der Zentrale bedeutet: Ihre Videos verlassen nie Ihr Haus, außer Sie entscheiden bewusst, sie zu teilen.

Eine SIM-Karte für beliebig viele Kameras

Erinnern Sie sich an das Rechenbeispiel mit drei Kameras? Bei Standalone-Lösungen benötigen Sie drei SIM-Karten. Mit dem LUPUS-System brauchen Sie genau eine SIM-Karte, unabhängig davon, wie viele Kameras und Sensoren Sie betreiben. Sie können zehn Kameras, zwanzig Bewegungsmelder und diverse Rauchmelder anschließen, und alle kommunizieren über dieselbe Mobilfunkverbindung der Zentrale. Die monatlichen Kosten bleiben konstant.

Videoüberwachung und Alarmanlage in einem System

Eine isolierte Kamera kann filmen. Mehr nicht. Das LUPUS-System verbindet Videoüberwachung mit einer vollwertigen Alarmanlage. Sie können Fensterkontakte, Bewegungsmelder, Glasbruchsensoren und Rauchmelder einbinden. Alle Komponenten arbeiten zusammen.

Ein Beispiel: Der Bewegungsmelder in Ihrem Garten registriert eine Person. Die Alarmzentrale aktiviert daraufhin automatisch die Außenkamera und beginnt mit der Aufzeichnung. Gleichzeitig schalten sich Flutlichter ein. Sie erhalten eine Push-Nachricht mit einem Standbild. Und wenn Sie über die App den Alarm bestätigen, kann die LUPUS LE232 Active Defense Kamera sogar eine Sirene auslösen und den Eindringling mit einer Durchsage vertreiben. Das ist kein bloßes Beobachten, sondern aktive Abschreckung.

Professionelle Verschlüsselung Made in Germany

Die Kommunikation zwischen Ihrem Smartphone und dem LUPUS-System erfolgt über professionelle, verschlüsselte Protokolle. Keine unsicheren Apps von unbekannten Entwicklern, keine Server in Ländern mit fragwürdigem Datenschutz. Die LUPUS-App wurde in Deutschland entwickelt und erfüllt höchste Sicherheitsstandards.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So richten Sie Ihr LUPUS-System ein

Sie haben sich für den LUPUS-Systemansatz entschieden? Hier erfahren Sie, welche Komponenten Sie benötigen und wie Sie vorgehen.

Die richtige Alarmzentrale für Ihre Anforderungen

Für die meisten Anwendungen empfehlen wir die LUPUS XT2 Plus Zentrale. Sie ist unser meistverkauftes Modell und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der integrierte SIM-Kartenslot unterstützt alle gängigen Mobilfunkanbieter, und die Einrichtung gelingt auch technisch weniger versierten Nutzern problemlos.

Für besonders anspruchsvolle Umgebungen oder sehr große Objekte ist die LUPUS XT4 Zentrale die bessere Wahl. Sie bietet eine höhere Reichweite, unterstützt mehr Sensoren und eignet sich für professionelle Installationen in Gewerbe und Industrie.

Die passende Outdoor-Kamera für Außenüberwachung ohne WLAN

LUPUS bietet verschiedene Kameramodelle für unterschiedliche Anforderungen. Für den Außenbereich empfehlen wir die LUPUS LE232 PoE. Diese Kamera ist nach IP67 wetterfest, verfügt über leistungsstarke Infrarot-LEDs für gestochen scharfe Nachtaufnahmen und erkennt Personen zuverlässig. Besonders praktisch: Die Active-Defense-Funktion ermöglicht akustische Abschreckung direkt aus der Kamera.

Für Innenräume oder als kostengünstiger Einstieg eignet sich die LUPUS LE202 WLAN. Sie speichert Aufnahmen lokal auf SD-Karte und wird über die Zentrale ferngesteuert. Das kompakte Design fügt sich unauffällig in jede Umgebung ein.

Die richtige SIM-Karte für Ihre Überwachungskamera

Die Wahl der SIM-Karte ist weniger kompliziert als Sie vielleicht denken. Jede Standard-SIM mit Datentarif funktioniert. Für die meisten Anwendungen reicht ein günstiger Prepaid-Tarif mit zwei bis fünf Gigabyte Datenvolumen pro Monat. Achten Sie auf guten LTE-Empfang des Anbieters an Ihrem Standort, das ist wichtiger als der günstigste Preis.

Tipp: Viele Mobilfunkanbieter bieten sogenannte Multi-SIM oder Partnerkarten an. Damit nutzen Sie das Datenvolumen Ihres bestehenden Vertrags, ohne einen zweiten Tarif abzuschließen.

Videoüberwachung und Datenschutz: Diese Regeln gelten in Deutschland

Bevor Sie Kameras installieren, sollten Sie die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. In Deutschland gelten klare Regeln für die Videoüberwachung.

Grundsätzlich dürfen Sie Ihr eigenes Grundstück überwachen. Die Kamera darf jedoch keine öffentlichen Wege, Straßen oder Nachbargrundstücke erfassen. Bereits ein zu weiter Erfassungswinkel kann zum Problem werden. Achten Sie bei der Installation darauf, dass die Kameras ausschließlich Bereiche filmen, die zu Ihrem Eigentum gehören.

Hinweisschilder sind Pflicht. Besucher und Lieferanten müssen erkennen können, dass sie einen videoüberwachten Bereich betreten. Die Schilder müssen gut sichtbar angebracht sein und bestimmte Informationen enthalten, etwa wer für die Überwachung verantwortlich ist.

Verstöße gegen diese Vorgaben können Bußgelder und Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Betroffene Personen können außerdem die Löschung von Aufnahmen verlangen, auf denen sie zu sehen sind. Unsere Anleitungen und unser Kundendienst helfen Ihnen dabei, die Kameras rechtskonform zu installieren.

5G und KI-Erkennung: Zukunftssichere Überwachung mit LUPUS

Technik entwickelt sich weiter, das gilt auch für Überwachungssysteme. Mit dem LUPUS-Systemansatz sind Sie für die Zukunft gerüstet.

Die modulare Architektur ermöglicht es, das System jederzeit zu erweitern. Heute starten Sie vielleicht mit einer Kamera und einem Bewegungsmelder. Morgen ergänzen Sie Rauchmelder und Fenstersensoren. Übermorgen kommt eine weitere Kamera dazu. Die Zentrale wächst mit Ihren Anforderungen.

Auch technologisch bleibt das System auf dem neuesten Stand. Firmware-Updates für die Zentrale und die Kameras sorgen dafür, dass Sicherheitslücken geschlossen werden und neue Funktionen hinzukommen. Bei günstigen Standalone-Kameras sind solche Updates oft Fehlanzeige.

Mit dem Ausbau von 5G werden in Zukunft noch höhere Datenraten für Live-Überwachung verfügbar sein. Die LUPUS-Zentralen sind darauf vorbereitet und können auch mit kommenden Mobilfunkgenerationen arbeiten.

Fazit: Echte Sicherheit für Ferienhaus, Baustelle und Grundstück

Eine Überwachungskamera mit Live-Übertragung auf Handy ohne WLAN ist heute problemlos realisierbar. Die Frage ist nicht ob, sondern wie. Günstige LTE-Einzelkameras mögen auf den ersten Blick verlockend sein, offenbaren bei genauerem Hinsehen jedoch erhebliche Schwächen: Sicherheitsrisiken, versteckte Kosten, fragwürdige Datenspeicherung.

Der LUPUS-Systemansatz geht einen anderen Weg. Mit einer Alarmzentrale als intelligentem Gateway, professioneller Verschlüsselung und lokaler Datenspeicherung erhalten Sie nicht nur Live-Bilder auf Ihr Smartphone, sondern ein durchdachtes Sicherheitssystem, das seinen Namen verdient.

Ja, die Anfangsinvestition ist höher als bei einer billigen Einzelkamera. Doch Sie investieren in Qualität, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit. Sie investieren in ein System, das Sie erweitern können, das Updates erhält und das Ihre Privatsphäre respektiert.

Sicherheit sollte man nicht dem Zufall oder einer billigen App überlassen. Wenn Sie Ihr Ferienhaus, Ihre Baustelle oder Ihr Grundstück wirklich schützen wollen, entscheiden Sie sich für eine Lösung, die hält, was sie verspricht.

Haben Sie Fragen zur Auswahl der richtigen Komponenten oder zur Installation? Unser Expertenteam bei LUPUS Electronics berät Sie gern persönlich auf unsere Hotline oder per Mail.

Häufige Fragen zu Überwachungskameras ohne WLAN (FAQ)

Wie funktioniert eine Überwachungskamera mit SIM-Karte?

Eine Überwachungskamera mit SIM-Karte nutzt das Mobilfunknetz (LTE/4G oder 5G) anstelle von WLAN, um Videodaten zu übertragen. Sie stecken eine aktivierte SIM-Karte mit Datentarif in die Kamera, die dann eigenständig eine Internetverbindung aufbaut. Über eine zugehörige App auf Ihrem Smartphone können Sie Live-Bilder abrufen, erhalten Push-Benachrichtigungen bei Bewegungserkennung und können gespeicherte Aufnahmen wiedergeben. Die Kamera funktioniert überall dort, wo Mobilfunkempfang vorhanden ist.

Welche SIM-Karte brauche ich für eine Überwachungskamera?

Für eine LTE-Überwachungskamera benötigen Sie eine Standard-SIM-Karte mit Datentarif. Die meisten Kameras unterstützen alle großen deutschen Mobilfunkanbieter wie Telekom, Vodafone und O2. Günstige Prepaid-Tarife mit ein bis zwei Gigabyte Datenvolumen pro Monat reichen für gelegentliches Live-Schauen und Bewegungsalarme aus. Achten Sie darauf, dass am Einsatzort der Kamera stabiler LTE-Empfang des gewählten Anbieters vorhanden ist. Manche Anbieter bieten Multi-SIM-Karten an, mit denen Sie das Datenvolumen Ihres bestehenden Vertrags nutzen können.

Wie viel Datenvolumen verbraucht eine Überwachungskamera mit LTE?

Der Datenverbrauch hängt stark von der Nutzung ab. Für reine Bewegungsalarme mit kurzen Videoclips und gelegentliches Live-Schauen (etwa fünf Minuten täglich) sollten Sie mit ein bis zwei Gigabyte pro Monat auskommen. Permanentes Live-Streaming in Full-HD verbraucht hingegen deutlich mehr, hier können schnell zehn Gigabyte oder mehr zusammenkommen. Tipps zum Datensparen: Auflösung reduzieren, Bewegungserkennung optimieren, um Fehlalarme zu vermeiden, und nur bei Bedarf live zuschauen.

Kann ich eine Überwachungskamera ohne Internet betreiben?

Ja, aber mit Einschränkungen. Kameras ohne jegliche Internetverbindung können Videos lokal auf einer SD-Karte oder einem angeschlossenen Rekorder speichern. Sie erhalten dann allerdings keine Live-Bilder auf Ihr Smartphone und keine Push-Benachrichtigungen bei Alarm. Für Fernzugriff und Echtzeit-Überwachung benötigen Sie entweder WLAN, eine LAN-Verbindung oder eine LTE-Verbindung über SIM-Karte. PoE-Kameras (Power over Ethernet) bieten eine kabelgebundene Alternative zu WLAN.

Was kostet eine Überwachungskamera mit SIM-Karte monatlich?

Die monatlichen Kosten setzen sich aus dem Datentarif für die SIM-Karte zusammen. Günstige Prepaid-Tarife mit ein bis zwei Gigabyte kosten etwa vier bis acht Euro pro Monat. Bei mehreren Standalone-Kameras benötigt jede Kamera eine eigene SIM-Karte, was die Kosten entsprechend multipliziert. Mit einem Systemansatz wie bei LUPUS benötigen Sie nur eine SIM-Karte für die Zentrale, unabhängig von der Anzahl der angeschlossenen Kameras. Hinzu können je nach Anbieter Cloud-Speicher-Abos kommen, falls Sie keine lokale Speicherung nutzen.

Ist eine Überwachungskamera ohne WLAN sicherer vor Hackern?

Nicht automatisch. Entscheidend ist, wie die Kamera mit dem Internet kommuniziert und wie gut sie verschlüsselt ist. Eine LTE-Kamera ist genauso mit dem Internet verbunden wie eine WLAN-Kamera, nur über einen anderen Übertragungsweg. Günstige Kameras haben oft unsichere Firmware und mangelhafte Verschlüsselung. Sicherer ist ein Systemansatz, bei dem die Kameras nicht direkt mit dem Internet verbunden sind, sondern nur mit einer lokalen Zentrale kommunizieren, die ihrerseits über professionelle Verschlüsselung verfügt.

Wie lange hält der Akku einer solarbetriebenen LTE-Kamera?

Die Akkulaufzeit variiert je nach Modell, Nutzungsintensität und Sonneneinstrahlung. Bei optimalen Bedingungen (ausreichend Sonne, moderate Nutzung) können solarbetriebene Kameras unbegrenzt laufen, da sich der Akku tagsüber wieder auflädt. In den Wintermonaten oder an schattigen Standorten kann die Laufzeit jedoch stark eingeschränkt sein. Rechnen Sie bei reinem Akkubetrieb ohne Solar mit etwa zwei bis vier Wochen bei durchschnittlicher Nutzung. Regelmäßige Bewegungserkennung und häufiges Live-Streaming verkürzen die Laufzeit erheblich.

Kann ich mit einer Überwachungskamera auch sprechen?

Ja, viele moderne Überwachungskameras verfügen über Zwei-Wege-Audio. Das bedeutet: Die Kamera hat ein eingebautes Mikrofon und einen Lautsprecher. Über die zugehörige App können Sie hören, was vor der Kamera gesprochen wird, und selbst Durchsagen machen. Das ist praktisch, um beispielsweise mit Lieferanten zu kommunizieren oder ungebetene Gäste anzusprechen. Bei LUPUS-Kameras wie der LE232 können Sie zusätzlich eine Sirene zur Abschreckung auslösen.

Welche Auflösung sollte eine Überwachungskamera haben?

Für die meisten Anwendungen empfehlen wir mindestens Full-HD (1080p). Damit sind Personen und Kennzeichen gut erkennbar. 2K oder 4K-Auflösung liefert noch detailliertere Bilder, verbraucht aber auch mehr Speicherplatz und Datenvolumen bei LTE-Übertragung. Für den Innenbereich reicht oft Full-HD, im Außenbereich oder bei großen zu überwachenden Flächen ist eine höhere Auflösung sinnvoll. Achten Sie auch auf gute Nachtsicht-Qualität, da viele Vorfälle in der Dunkelheit passieren.

Darf ich eine Überwachungskamera auf meinem Grundstück installieren?

Ja, grundsätzlich dürfen Sie Ihr eigenes Grundstück mit Kameras überwachen. Allerdings gelten in Deutschland strenge Regeln: Die Kamera darf keine öffentlichen Wege, Straßen oder Nachbargrundstücke erfassen. Sie müssen Hinweisschilder anbringen, die auf die Videoüberwachung hinweisen. Aufnahmen dürfen nur so lange gespeichert werden, wie es erforderlich ist. Verstöße können Bußgelder und Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Bei Unsicherheiten empfehlen wir, sich rechtlich beraten zu lassen.

Was ist besser: WLAN-Kamera oder LTE-Kamera?

Das hängt vom Einsatzort ab. WLAN-Kameras sind günstiger in der Anschaffung und verursachen keine laufenden Kosten für Mobilfunk. Sie eignen sich ideal für Bereiche mit stabilem WLAN-Empfang. LTE-Kameras sind die bessere Wahl für Orte ohne WLAN, etwa Ferienhäuser, Baustellen, Garagen oder abgelegene Grundstücke. Die optimale Lösung kombiniert beides: Ein zentrales System mit WLAN- oder PoE-Kameras, das bei Bedarf über LTE kommuniziert, wenn das normale Internet ausfällt.

Wie verbinde ich eine Überwachungskamera mit meinem Handy?

Die Verbindung erfolgt in der Regel über eine App des Kameraherstellers. Sie laden die App auf Ihr Smartphone, erstellen ein Benutzerkonto und fügen die Kamera hinzu, meist durch Scannen eines QR-Codes. Bei LTE-Kameras muss zunächst eine aktivierte SIM-Karte eingelegt werden. Die App kommuniziert dann über das Internet mit der Kamera, unabhängig davon, ob Sie zu Hause oder unterwegs sind. Bei Systemlösungen wie LUPUS verbinden Sie sich mit der Alarmzentrale, die ihrerseits alle Kameras verwaltet.

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