Das Wichtigste in Kürze
Grundlagen
Smart Home Beleuchtung wird oft mit einer bunten App-Lampe gleichgesetzt. In der Praxis stecken dahinter vier Stufen, die aufeinander aufbauen und jeweils einen anderen Komfortgewinn bringen:
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen der Leuchte und der Steuerung. Eine smarte Leuchte bringt die Elektronik im Leuchtmittel selbst mit. Eine smarte Lichtsteuerung dagegen macht Ihre vorhandene Installation intelligent, indem sie zwischen Schalter, Stromkreis und Leuchte einen fernsteuerbaren Aktor setzt. Genau hier liegt der Schwerpunkt bei LUPUS: Sie müssen nicht jede Lampe austauschen, sondern rüsten die Steuerung nach. Das ist meist günstiger, funktioniert mit vorhandenen Leuchten und lässt sich Raum für Raum erweitern.
Die Zentrale
Die smarte Lichtsteuerung von LUPUS läuft nicht über eine App-Insel, sondern über die XT-Zentrale, das Herzstück der LUPUS Smart Home Plattform. Sie vereint drei Welten in einem System: Einbruchschutz, Videoüberwachung und Hausautomation. Licht steuern ist Teil der Hausautomation und nutzt dieselbe Zentrale und dieselbe App, mit der Sie auch Melder und Kameras verwalten.
Für die Anbindung von Smarthome-Geräten sprechen alle XT-Zentralen Zigbee. So lassen sich Lichtaktoren, Schalter und Sensoren drahtlos anlernen. Welche Zentrale passt, hängt von der Objektgröße ab:
| Zentrale | Ideal für | Max. Sensoren | Zigbee für Smarthome |
|---|---|---|---|
| XT1 Plus | Wohnung, Mieter, kleine Objekte | bis 80 | ✓ |
| XT2 Plus | Einfamilienhaus, Gewerbe | bis 240 | ✓ |
| XT4 | Villa, Firmengebäude | bis 480 | ✓ |
Für das klassische Einfamilienhaus ist die LUPUS XT2 Plus Zentrale die verbreitete Wahl. Sie verwaltet bis zu 240 Sensoren in zwei Bereichen und steuert neben Licht auch Heizung, Rollläden und Energieverbraucher. In der Wohnung genügt die XT1 Plus, für die Villa oder das Firmengebäude bringt die XT4 mehr Reichweite und Reserven mit.
Komponenten
Für die smarte Lichtsteuerung gibt es je nach Einbausituation passende Funk-Komponenten. Drei davon decken die häufigsten Fälle ab:

Funk-Lichtschalter

Szenensteuerung

Helligkeitssensor
Wollen Sie eine vorhandene Deckenleuchte fernsteuern und dimmen, ohne den Schalter zu tauschen, ist das Unterputzrelais mit Dimmerfunktion V3 die passende Lösung. Es sitzt unsichtbar in der Unterputzdose, schaltet bis 2300 W (10 A) und dimmt stufenweise. Wer nur schalten und dabei den Verbrauch messen möchte, greift zum Unterputzrelais mit Stromzähler V3. Für ganze Stromkreise stehen zusätzlich das 1-Kanal- und 2-Kanal-Relais mit ZigBee-Repeater bereit, für Steh- und Tischleuchten der Mini Plug und die Funksteckdose mit Stromzähler.
| Komponente | Aufgabe bei der Lichtsteuerung |
|---|---|
| Lichtschalter V2 | Funk-Wandschalter für zwei Stromkreise mit integriertem Dimmer. |
| Unterputzrelais mit Dimmerfunktion V3 | Sitzt in der Unterputzdose, dimmt vorhandene Leuchten stufenweise (bis 2300 W). |
| Szenarienschalter V2 | Ruft mit 4 Touch-Tasten bis zu 4 Lichtszenen ab. |
| Lichtsensor | Misst Helligkeit und schaltet Licht tageslichtabhängig. |
| Mini Plug / Funksteckdose | Macht Steh- und Tischleuchten per Zwischenstecker schaltbar. |
Drittanbieter
Viele Haushalte haben bereits smarte Leuchtmittel im Einsatz. Weil die XT-Zentralen Zigbee sprechen, lassen sich Leuchten und Lichtsysteme anderer Hersteller in die LUPUS-Steuerung einbinden. Softwareseitig integriert und damit von LUPUS empfohlen sind die akkreditierten Marken:
Hier lohnt eine saubere Unterscheidung. Zigbee ist ein offenes Protokoll, deshalb funktionieren grundsätzlich auch Leuchten nicht akkreditierter Marken technisch mit den XT-Zentralen. Da es bei LUPUS um Sicherheitstechnik geht, empfiehlt der Hersteller den Einsatz nicht akkreditierter Geräte aber ausdrücklich nicht. Für einen verlässlichen Verbund halten Sie sich an die oben genannten integrierten Marken. Ergänzend gibt es über die Zentrale Schnittstellen zu SONOS, Amazon Alexa und Google Home, sodass sich Licht auch per Sprachbefehl oder gemeinsam mit Audio in eine Szene einbinden lässt.
Automation
Licht per App zu schalten ist der Einstieg. Der eigentliche Gewinn entsteht, wenn das Licht ohne Ihr Zutun das Richtige tut. Die XT-Zentralen bringen dafür fertige Automationsbausteine mit, die Sie in der App zu Regeln und Szenen kombinieren, so wie es auch bei anderen Bausteinen des intelligenten Hauses funktioniert:
Besonders die Anwesenheitssimulation zeigt, warum Licht und Sicherheit bei LUPUS zusammengehören: Ein Haus, in dem abends unregelmäßig Licht angeht, wirkt bewohnt und ist ein einfaches, wirksames Mittel gegen Gelegenheitstäter. Wer diesen Gedanken weiterführt, kombiniert die Lichtszenen mit Meldern und Kameras zu einem gemeinsamen Konzept der modernen Hausüberwachung. Auch eine akustische Ebene lässt sich einbinden, etwa über smarte Funklautsprecher als Teil der Szene.
Experten-Tipp
Verknüpfen Sie eine Lichtszene mit dem Hausmodus „Abwesend". Verlassen Sie das Haus, fährt die Zentrale die Anwesenheitssimulation hoch und schärft gleichzeitig den Einbruchschutz. Ein Handgriff, zwei Effekte, alles lokal über die Zentrale.
Matthias Wolff · Mitgründer, LUPUS-Electronics
Einrichtung
Die XT-Zentrale mit dem Netzwerk verbinden und in der kostenlosen LUPUS App anmelden. Sie ist die Basis für Licht, Melder und Kameras.
Lichtschalter, Unterputzrelais, Steckdosen und Zigbee-Leuchten nacheinander per App koppeln. Jede Komponente bekommt einen Raum und einen Namen.
Lichtszenen zusammenstellen, Zeit- und Sonnenlauf-Regeln definieren und die Anwesenheitssimulation für Abwesenheitszeiten aktivieren.
Szenen und Automationen durchspielen, Schaltzeiten anpassen und bei Bedarf den Szenarienschalter für den schnellen Zugriff an der Wand ergänzen.
FAQ
Eine smarte Leuchte bringt die Elektronik im Leuchtmittel selbst mit. Eine smarte Lichtsteuerung macht Ihre vorhandene Installation intelligent, indem sie einen fernsteuerbaren Aktor zwischen Schalter und Leuchte setzt. LUPUS setzt den Schwerpunkt auf die Steuerung, sodass Sie nicht jede Lampe austauschen müssen.
Nicht zwingend. Mit einem Unterputzrelais, dem Lichtschalter V2 oder einer schaltbaren Steckdose steuern Sie vorhandene Leuchten smart. Neue Zigbee-Leuchten sind eine Option, aber kein Muss.
Ja. Die Steuerung läuft lokal über die XT-Zentrale nach dem No-Cloud-Prinzip. Szenen und Zeitpläne arbeiten auch dann, wenn die Internetverbindung ausfällt. Nur der Fernzugriff per App von unterwegs braucht eine Verbindung.
Ja. Philips Hue gehört zu den akkreditierten Marken, die softwareseitig integriert sind. Über Zigbee lassen sich die Leuchten anlernen und in Szenen der XT-Zentrale einbinden.
Die Zentrale schaltet bei Abwesenheit Licht und Rollläden nach einem realistischen Muster. Das Haus wirkt bewohnt und schreckt Gelegenheitstäter ab. Die Simulation lässt sich mit dem Hausmodus „Abwesend" verknüpfen.
Über die Schnittstellen zu Amazon Alexa und Google Home ist die Sprachsteuerung möglich. So schalten oder dimmen Sie Licht und rufen Szenen per Sprachbefehl ab.
Ja. Das Unterputzrelais mit Dimmerfunktion V3 sitzt unsichtbar in der Unterputzdose und macht eine vorhandene Leuchte fernsteuerbar und dimmbar, ohne den Wandschalter zu tauschen.
Fazit
Smart Home Beleuchtung ist kein einzelnes Produkt, sondern ein Baukasten aus Steuerung, Automation und passenden Leuchten. Bei LUPUS läuft alles über die XT-Zentrale: Sie schaltet und dimmt vorhandene Installationen über Lichtschalter V2, Unterputzrelais und Steckdosen, bindet über Zigbee Leuchten akkreditierter Marken ein und macht aus Fernbedienung echte Automation mit Zeitplänen, Sonnenlauf-Steuerung und Anwesenheitssimulation. Weil das lokal und ohne Cloud-Zwang geschieht, bleiben Steuerung und Daten im Haus. Wer die Lichtsteuerung mit Einbruchschutz und Kameras kombiniert, gewinnt doppelt: mehr Komfort im Alltag und ein Stück mehr Sicherheit.