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Wasser spritzt aus einer undichten Verbindung an einer Wasserleitung

Sensoren zur Früherkennung von Schäden

Schild-IconDas Wichtigste in Kürze

✓Frühwarnung: Ein Wassermelder sitzt in Bodennähe und meldet austretendes Wasser, bevor es sich im Raum verteilt.
✓Technik: Der LUPUSEC Wassermelder V2 erkennt Wasser über den Bodenkontakt oder über einen externen Sensor am Kabel und funkt auf 868 MHz zur Zentrale.
✓Meldeweg: Die Zentrale schickt die Meldung an die LUPUS App auf Ihr Smartphone, auch wenn Sie nicht zu Hause sind.
✓Klima: Temperatur- und Feuchtesensoren ergänzen den Schutz und helfen bei Frostwarnungen und bei der Schimmelerkennung.
✓Aufschaltung: Wer die Meldung nicht selbst entgegennehmen möchte, kann den kostenpflichtigen Aufschaltservice LUPUSEC 24 nutzen, der die Notfallüberwachung Wasser abdeckt.

In einigen Regionen steigen durch Hochwasser immer häufiger die Wasserstände. Die Angst vor einem Wasserschaden im Eigenheim nimmt zu. Clevere Sensoren in einem Smart Home System warnen, bevor echter Schaden entsteht.

Grundlage

Sensoren schützen vor Wasserschaden

Unser Eigenheim bauen wir uns mit viel Mühe auf und möchten es unversehrt wissen. Der Schutz vor den Elementen ist daher sehr wichtig. Sensoren helfen dabei uns frühzeitig zu warnen. Fast in jedem Haushalt befindet sich ein Feuermelder. Doch wie verhält es sich mit dem Wasser? Werfen Sie einen Blick in die Zukunft. Sie leben in einem Smart Home und sind gerade über das Wochenende verreist. Von Ihnen unbemerkt entwickelt sich in den Leitungen ein Wasserschaden. Doch vollkommen verborgen bleibt dies nicht. Das ausgereifte Sicherheitssystem hat die Situation schon erfasst. Wie funktioniert das im Detail?

 

Früherkennung

Wasserschaden-Sensor: So funktioniert die Früherkennung

Ein Wasserschaden beginnt fast nie mit einer sichtbaren Überschwemmung. Am Anfang stehen ein tropfender Anschluss hinter der Waschmaschine, eine undichte Stelle am Heizkörperventil oder Wasser, das im Starkregen über den Lichtschacht in den Keller läuft. Genau diese Anfangsphase deckt ein Wassermelder ab.

Der LUPUSEC Wassermelder V2 arbeitet mit zwei Erkennungswegen. Der Melder selbst erkennt Wasser über den Bodenkontakt an der Unterseite, sobald sich dort ein leitfähiger Film bildet. Zusätzlich lässt sich ein externer Sensor per Kabel anschließen. Damit erreichen Sie auch Stellen, an denen der Melder selbst keinen Platz hat: die Wanne unter der Spülmaschine, den Bereich hinter der Waschmaschine, den Fußpunkt einer Steigleitung oder die tiefste Stelle im Keller. Der Melder ist batteriebetrieben und funkt auf 868 MHz zur Alarmzentrale, es braucht also weder eine Steckdose noch eine Datenleitung am Aufstellort.

Die Zentrale nimmt die Funkmeldung entgegen und verteilt sie weiter. Sie erhalten eine Push-Nachricht in der LUPUS App, dazu kann eine E-Mail treten. Jede Verbindung von und zur Zentrale ist mit 256 Bit TLS 1.2 verschlüsselt, die Kommunikation läuft ausschließlich zwischen Ihrem Endgerät und der Zentrale. Welche weiteren Komponenten sich in ein solches System einbinden lassen, zeigt unsere Übersicht zum intelligenten Haus.

IconRichtig platzieren

Ein Wassermelder gehört immer an die tiefste Stelle eines Raumes, nicht an die Wand. Sinnvolle Orte sind Hauswirtschaftsraum, Bad, Küche unter der Spüle, Heizungsraum, Kellerabgang und der Bereich rund um den Warmwasserspeicher. Wer mehrere Risikostellen hat, setzt lieber mehrere Melder ein als einen einzelnen an einer Kompromissposition.

 

Systemaufbau

Sensoren im Sicherheitssystem

Mit den Sensoren steht und fällt das Sicherheitssystem. In Kombination mit dem Smartphone sind diese in Ihrer Abwesenheit Ihr verlängertes Sinnesorgan. Der Sensor ist im Wassermelder verbaut, welcher sich in unmittelbarer Bodennähe befindet. Registriert dieser Wasser, meldet er das über Funk an die Zentrale, und der Hausbewohner bekommt im Anschluss eine Benachrichtigung auf sein Smartphone.

Für Schaltaufgaben im Haus gibt es passende Aktoren im Sortiment, etwa das 12/24 V Funkrelais mit potentialfreiem Kontakt. Ob sich damit ein vorhandener motorischer Absperrarmatur-Antrieb ansteuern lässt, hängt vom jeweiligen Gerät ab und gehört in die Planung mit dem Fachbetrieb. Eine fertige automatische Abschaltung des Hauptwasserventils bietet LUPUS nicht als Paketlösung an.

Damit Ihr Haus nicht unbeobachtet bleibt, lässt sich zusätzlich der kostenpflichtige Aufschaltservice LUPUSEC 24 buchen. Er umfasst neben Einbruch-, Brand- und Überfallüberwachung auch die Notfallüberwachung Wasser, die Meldungsprotokollierung, eine automatische Alarmprüfung und die Telefon-Alarmierung an bis zu fünf Nummern.

 

Schadensbegrenzung

Wassersensoren als Schutz für Technik und Bausubstanz

Dank der Wassersensoren breitet sich die Feuchtigkeit in Ihrem Smart Home Haushalt nicht unbemerkt aus. Da der Wassermelder in Bodennähe angebracht ist, schlägt er rechtzeitig Alarm. Ein weiterer Vorteil dieses Warnmelders liegt im Schutz Ihrer Technik: Wer früh erfährt, dass Wasser austritt, kann Geräte vom Netz nehmen, den Hauptwasserhahn schließen und Nachbarn oder Hausverwaltung informieren, bevor Estrich, Dämmung und Elektroinstallation betroffen sind. Selbst im Falle eines von außen eindringenden Hochwassers ist ein erster Schutz gewährleistet. Schon die Information an Sie bietet die Möglichkeit, die geeigneten Maßnahmen einzuleiten.

IconStrom und Wasser

Steht bereits Wasser im Raum, gehen Sie nicht selbst hinein, solange Steckdosen oder Geräte unter Spannung stehen könnten. Trennen Sie den betroffenen Stromkreis zuerst am Sicherungskasten. Ein Wassermelder verschafft Ihnen genau die Zeit, die Sie für diesen Schritt brauchen.

 

Klimadaten

Frost, Feuchte und Temperatur im Blick

Nicht jeder Wasserschaden beginnt mit austretendem Wasser. Eine eingefrorene Leitung im unbeheizten Nebenraum platzt beim Auftauen, feuchte Kellerwände zeigen sich erst, wenn der Putz Blasen wirft. Deshalb gehören Temperatur- und Feuchtemessung zur Früherkennung dazu.

  • Der Temperatursensor mit Display V2 misst Raumtemperatur und Luftfeuchte direkt im Wohnraum und zeigt beides auf dem Display an.
  • Der Temperatursensor mit Fühler bringt einen externen Fühler in Schutzart IP68 mit und misst von minus 35 bis plus 65 Grad Celsius, also auch dort, wo es wirklich kalt wird.
  • Der ZigBee Mini Temperatursensor lässt sich mit einem Klebepad an schwer zugänglichen Stellen anbringen und liefert Temperatur und Feuchte.
  • Der Mobilfunk Temperatur- und Feuchtigkeitssensor misst alle vier Stunden und ist unter anderem für Schimmelerkennung, Kühlraumüberwachung und Frostwarnungen vorgesehen.

Aus diesen Werten lassen sich Automationen bauen. Die XT-Zentralen beherrschen temperaturgesteuerte Ereignisse ebenso wie zeit-, sonnenlauf- und anwesenheitsgesteuerte Abläufe. Ein kalter Nebenraum kann so vor dem Frost beheizt werden, statt dass Sie im Frühjahr die geplatzte Leitung entdecken.

Tipp-Icon

LUPUS Experten-Tipp

Nehmen Sie sich einmal im Jahr zehn Minuten für einen Funktionstest. Halten Sie einen feuchten Lappen an den Bodenkontakt oder an den Kabelsensor und prüfen Sie, ob die Meldung in der App ankommt. Kontrollieren Sie bei der Gelegenheit den Batteriestatus in der Zentrale und ob der Melder noch an der tiefsten Stelle liegt. Waschmaschinen und Trockner werden im Alltag verschoben, der Sensor bleibt dann gern ein Stück daneben liegen.

LUPUSEC Wassermelder V2

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Zusammenspiel

Umfassend informiert durch Sensoren

Gehört der Einbau eines Rauchmelders schon zum Standard in der eigenen Wohnung, nimmt auch der Schutz vor Wasserschäden eine immer größere Bedeutung ein. Abseits dieser beiden Schutz-Funktionen bieten uns smarte Sensoren noch weitere Möglichkeiten. Denn sie informieren nicht nur über die Widrigkeiten der Elemente, sondern entwickeln Ihren Wohnraum von einem statischen Gegenstand hin zu einem lebendigen Partner. Ihr smartes Zuhause passt sich durch Funktionen wie Temperatur- und Lichtsteuerung an Ihre Bedürfnisse an. Wie weit sich das treiben lässt, zeigt unser Beitrag zur modernen Hausüberwachung, und wer Tiere im Haushalt hat, findet Hinweise zur Sicherheitstechnik für Haustiere.

 

Versicherung

Wasserschaden und Versicherung

Leitungswasserschäden gehören zu den häufigsten Schadensfällen in Wohngebäuden. Ob und in welchem Umfang ein Versicherer zahlt, richtet sich nach dem konkreten Vertrag und den vereinbarten Bedingungen. Pauschale Aussagen dazu, welche Technik welchen Anspruch auslöst, verbieten sich deshalb. Sicher ist nur: Wer einen Schaden früh bemerkt und begrenzt, hat am Ende weniger Trocknungsarbeit, weniger Ausfall und weniger Streit über den Umfang.

Praktisch heißt das: Melden Sie einen Schaden zügig, dokumentieren Sie ihn mit Fotos, und heben Sie die Meldungshistorie Ihres Systems auf. Fragen zu Obliegenheiten in Ihrem Vertrag beantwortet Ihr Versicherer verbindlich.

 

Häufige Fragen

Wie funktioniert ein Wasserschaden-Sensor?

Er erkennt Wasser über zwei leitende Kontakte. Schließt austretendes Wasser diese Kontakte, löst der Melder aus und funkt die Meldung an die Alarmzentrale. Beim LUPUSEC Wassermelder V2 sitzt der Kontakt an der Unterseite des Gehäuses, alternativ lässt sich ein externer Sensor am Kabel an einer schwer zugänglichen Stelle platzieren.

Wohin gehört ein Wassermelder?

An die tiefste Stelle des Raumes und möglichst nah an die Risikoquelle: unter die Spüle, neben Waschmaschine und Trockner, an den Warmwasserspeicher, in den Heizungsraum und an den Kellerabgang. Mehrere Melder sind sinnvoller als ein einzelner an einer Kompromissposition.

Bekomme ich die Warnung auch, wenn ich nicht zu Hause bin?

Ja. Die Zentrale meldet das Ereignis an die LUPUS App auf Ihrem Smartphone. Wer möchte, kann zusätzlich den kostenpflichtigen Aufschaltservice LUPUSEC 24 buchen, der die Notfallüberwachung Wasser enthält und im Ereignisfall telefonisch alarmiert.

Schaltet der Melder das Wasser automatisch ab?

Nein. Der Wassermelder V2 ist ein Melder, keine Absperrarmatur. Für Schaltaufgaben gibt es Relais wie das 12/24 V Funkrelais mit potentialfreiem Kontakt. Ob sich damit ein vorhandener Ventilantrieb ansteuern lässt, klären Sie mit dem Fachbetrieb, der die Armatur einbaut.

 

Fazit

Wasser richtet in Wohngebäuden großen Schaden an, weil es lange unbemerkt läuft. Genau dort setzt die Früherkennung an: Ein batteriebetriebener Wassermelder an der richtigen Stelle, eine Zentrale, die die Meldung weiterreicht, und ergänzende Temperatur- und Feuchtesensoren gegen Frost und Schimmel ergeben zusammen ein System, das Sie warnt, solange der Schaden noch klein ist. Der Rest ist Handwerk: richtig platzieren, einmal im Jahr testen, im Ernstfall zuerst den Strom und dann das Wasser abstellen.

Philip Wolff, Geschäftsführer LUPUS-Electronics

Über den Autor

Philip Wolff

Geschäftsführer, LUPUS-Electronics GmbH

Philip Wolff ist Mitgründer und Geschäftsführer der LUPUS-Electronics GmbH in Landau in der Pfalz. Das 2004 gegründete Familienunternehmen entwickelt Alarmanlagen, Videoüberwachung und Smart-Home-Sicherheitstechnik, die ohne Cloud-Zwang direkt im Haus arbeitet.

Smart Home mit Frühwarnung für Wasser, Frost und Feuchte

Sie möchten wissen, welche Sensoren zu Ihrem Zuhause passen und wie die Meldung auf Ihr Smartphone kommt? In unserer Smart Home Übersicht finden Sie die passenden Komponenten und Zentralen.

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